Der Norweger Alexander Kristoff feiert seinen Sieg bei der 2. Etappe der Deutschland Tour. Foto: Arne Dedert/dpa

Der Norweger Alexander Kristoff feiert seinen Sieg bei der 2. Etappe der Deutschland Tour. Foto: Arne Dedert/dpa

Marburg 26.08.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Norweger Kristoff sprintet in Marburg zum Sieg

Routinier Alexander Kristoff zeigt in Marburg seine Klasse und gewinnt die zweite Etappe der Deutschland-Tour. Ex-Tour-Sieger Egan Bernal glänzt auf dem Klassikerterrain erneut als Edelhelfer.

Norwegischer Jubel in der Universitätsstadt: Alexander Kristoff hat am längsten Tag der Deutschland-Tour den längsten Atem bewiesen und die zweite Etappe in Marburg gewonnen. Der ehemalige Europameister konnte sich nach 200,7 Kilometern im Sprint einer großen Gruppe vor dem französischen Meister Florian Sénéchal und Alberto Bettiol aus Italien durchsetzen. Max Kanter wurde als Fünfter hinter 2016er-Olympiasieger Greg Van Avermaet aus Belgien bester Deutscher. Georg Zimmermann belegte Platz zehn. „Ich wurde mehrere Male in den steilen Hügeln abgehängt, aber mein Team hat mich immer zurückgebracht. Selbst zwei Kilometer vor dem Ziel war ich nicht in der ersten Gruppe, einen Kilometer vor dem Ziel war ich dann wieder vorne“, sagte Kristoff. „Am Ende bin ich sehr glücklich, den Sieg geholt zu haben.“ Politt abgehängt auf Gesamtrang 51Das Rote Trikot des Gesamtführenden konnte dank der Zeitgutschriften der Tagesdritte Bettiol von seinem italienischen Landsmann Filippo Ganna übernehmen, der den Prolog zum Auftakt in Weimar gewonnen hatte. Vor der Königsetappe am Samstag liegen Bettiol, Kristoff und Ganna zeitgleich auf den Plätzen eins bis drei. Vorjahressieger Nils Politt muss seine ohnehin nur vagen Hoffnungen auf eine Titelverteidigung indes wohl begraben, nachdem er der großen Gruppe nicht mehr folgen konnte. Mit 3:09 Minuten Rückstand rangiert der Kölner vor der Königsetappe am Samstag auf Gesamtrang 51. Ausreißversuch von vier Fahrer scheitertLange Zeit bestimmt wurde der Tag von einer vierköpfigen Ausreißergruppe, die sich rund 25 Kilometer nach dem Start in Thüringen gebildet hatte. Doch naturgemäß war der Ausreißversuch nicht von Erfolg gekrönt - auch weil sich wie bereits am Vortag Ganna-Teamkollege Egan Bernal als Zugmaschine vor das Feld spannte und auf dem mit mehr als 2500 Höhenmetern garnierten Tagesabschnitt mit Klassikercharakter Nachführarbeit für seinen Kapitän leistete. Knapp 45 Kilometer sprengte dann noch in der Verfolgung der vier Ausreißer eine Attacke einer größeren Gruppe das Hauptfeld um Bernal und Co. und machte die Hoffnungen der klassischen Sprinter um Vortagessieger Caleb Ewan (Australien) und Europameister Fabio Jakobsen (Niederlande) auf einen Sieg in Marburg zunichte. Geschke auf dritter Etappe im MittelpunktAuf der dritten Etappe am Samstag wird vom Startschuss an dann vor allem Simon Geschke im Mittelpunkt stehen. Der seit vielen Jahren in Freiburg lebende Berliner, der bei der diesjährigen Tour de France neun Tage im Bergtrikot fuhr und das begehrte Jersey mit den roten Punkten erst zwei Tage vor Schluss an den dänischen Gesamtsieger Jonas Vingegaard abgeben musste, darf sich auf einen bejubelten Empfang in seiner Wahlheimat freuen. „Die Freiburg-Etappe ist natürlich ein sehr emotionaler Tag für mich“, sagte der 36 Jahre alte Geschke vor Beginn der Rundfahrt. Aber auch Kletterspezialist Emanuel Buchmann dürfte sich in seinem Terrain große Hoffnungen machen. Am Sonntag geht die fünftägige Rundfahrt nach insgesamt 710,7 Kilometern in Baden-Württembergs Landeshaupt Stuttgart zu Ende.

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Erstellt:
26. August 2022, 18:17 Uhr
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