Zollstock oder professioneller Kartenhalter – Hauptsache, die Karten stecken fest. Landkreis Nienburg

Zollstock oder professioneller Kartenhalter – Hauptsache, die Karten stecken fest. Landkreis Nienburg

Landkreis 18.11.2017 Von Die Harke

Nützliche Dinge im Alltag

Wohnberatung des Landkreises lädt zu Informationsnachmittagen ein

Mit zunehmendem Alter nimmt die Sehkraft ab und gerade in der dunklen Jahreszeit gibt es im Außenbereich viele Stolperfallen: Blumenbeete, Unebenheiten oder schwer erkennbare Treppenstufen. Eine helle Beleuchtung kann hier Unsicherheiten nehmen und Unfälle verhindern.

Lohnende Tipps zum Thema „Wohnen im Alter“ und eine Auswahl der beliebtesten Hilfsmittel für Senioren gibt es am Dienstag, 21. November, von 14 bis 16 Uhr bei der Wohnberatung der Landkreisverwaltung Nienburg im [DATENBANK=6609]Mütterzentrum[/DATENBANK] in Nienburg. „Jetzt im Herbst ist ein heller Eingangsbereich besonders wichtig“, betont Andrea Mänz, Wohnberaterin im Senioren- und Pflegestützpunkt beim Landkreis. „Die gute Nachricht dabei ist: Eine moderne Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder und Dämmerungssensoren ist aufgrund der hohen Nachfrage inzwischen erschwinglich. Dasselbe gilt für Wegeleuchten und Hausnummernleuchten, die mitunter Leben retten können.“ Passend zu einem optimal ausgeleuchteten Eingang kann sie für ältere Menschen oder Personen mit Beeinträchtigung spezielle Schlüsselhalter empfehlen, die das Aufschließen erleichtern.

Es gibt heute ungeahnt viele Dinge, die das Leben im Alter erleichtern. Manches davon kann sich auch so manch einer der modernen Generation 50+ vorstellen, etwa den Verschlussöffner, mit dem sich Schraubverschlüsse von Wasserflaschen gut öffnen lassen oder den Dosenöffner, der eine Dose mit Metallring spielend leicht öffnet. Angst vor scharfen Kanten gehört damit der Vergangenheit an.

Solche Hilfsmittel werden bei der Wohnberatung am Dienstag im Mütterzentrum in Nienburg vorgestellt. Ein Stift und ein Gemüseschäler , die nicht aus der Hand fallen können, eine seitlich gepolsterte Unterhose, die vor einem Oberschenkelhalsbruch bewahrt, eine Bettaufstehhilfe, die auch als Bettumrandung dient und anderes mehr. „Und wir haben so einige Tipps auf Lager, wie zum Beispiel den Trick mit dem Zollstock als Spielkartenhalter“, kündigt Andrea Mänz an.

Insgesamt zehn Wohnberaterinnen und -berater sind ehrenamtlich in Kooperation mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt im Landkreis Nienburg tätig. Zu diesem Zweck haben sie im Rahmen eines Förderprogrammes des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung eine dreitägige Fortbildung zum Thema „Wohnen im Alter“ absolviert. Nun beraten sie in Zweierteams ab kommendem Jahr einmal monatlich immer dienstags an folgenden Terminen im Mütterzentrum: 23. Januar, 27. Februar, 13. März, 24. April, 29. Mai und 19. Juni 2018.

Neben diesem Angebot können bei Andrea Mänz und Silke Grelle im Senioren- und Pflegestützpunkt unter Telefon (05 0 21) 96 72 01 sowie 96 73 41 individuelle Beratungstermine im Kreishaus oder in den betreffenden Wohnungen vor Ort vereinbart werden. Alle Angebote sind kostenfrei.

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Erstellt:
18. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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