Am 4. Juni 2000 wurde Horst Hirschler (links) Abt des Klosters Loccum. Am Samstag wird Landesbischof Ralf Meister als sein Nachfolger eingeführt. Das Foto zeigt die beiden beim Festgottesdienst anlässlich des 850-jährigen Bestehens des Klosters Loccum im Jahr 2012. Foto: HARKE-Archiv

Am 4. Juni 2000 wurde Horst Hirschler (links) Abt des Klosters Loccum. Am Samstag wird Landesbischof Ralf Meister als sein Nachfolger eingeführt. Das Foto zeigt die beiden beim Festgottesdienst anlässlich des 850-jährigen Bestehens des Klosters Loccum im Jahr 2012. Foto: HARKE-Archiv

Loccum 07.09.2020 Von Holger Lachnit

Nun ist er also Alt-Abt

Guten Tag - ein Kommentar

Nun ist er also Alt-Abt: Einen Tag nach seinem 87. Geburtstag ist Horst Hirschler am Samstag offiziell von seinen Pflichten als Abt des Klosters Loccum entbunden worden.

Es war ein Paukenschlag, als er beim Epiphaniasempfang am 6. Januar seinen Rücktritt ankündigte. 20 Jahre lang hat Hirschler das Amt innegehabt. Und er hat es gelebt: Er kaufte für sich und seine Frau ein Haus mitten in Loccum und wurde ein echter Loccumer – und nicht von ungefähr 2011 Ehrenbürger der Stadt Rehburg-Loccum.

Als Abt hat er das Kloster geöffnet und zu einem Ort gemacht, der inzwischen auch von großer touristischer Bedeutung geworden ist. Das Klosterjubiläum 2013 trug Hirschlers Handschrift, ebenso das Reformationsjubiläum 2017. Dabei kam ihm zugute, dass er sehr gut vernetzt ist und beste Verbindungen in Kirche, Politik und Wirtschaft hat.

Stets hilft ihm seine Sprachgewalt ebenso wie seine Hartnäckigkeit. Wenn er etwas will, dann bekommt er es auch. Wie das Hinweisschild auf das Kloster Loccum an der Autobahn 2 – und zwar nicht irgendeines, sondern eins nach seinen Vorstellungen.

Horst Hirschler war sich stets der Bedeutung seines Amtes bewusst. Er hat sich aber davon niemals niederdrücken lasse und stets seinen Humor behalten. So sagte er einmal über die Mitra, die traditionelle Kopfbedeckung des Abtes: Werde sie ein wenig schief getragen, gerate der Eindruck, den der Träger hinterlasse, leicht „von würdevoll zu dämlich“.

Sicher ist, dass auch ein Alt-Abt Hirschler sich weiterhin zu Wort melden wird. Spätestens am 6. Januar, wenn er beim Epiphaniasempfang traditionell beim Übergang zur Hora spricht.

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Erstellt:
7. September 2020, 04:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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