Jakobs-Kreuzkraut ragt auf einer Wiese in Nienburg zwischen anderen Pflanzen hervor. Foto: Schmidetzki

Jakobs-Kreuzkraut ragt auf einer Wiese in Nienburg zwischen anderen Pflanzen hervor. Foto: Schmidetzki

Landkreis 10.07.2020 Von Nikias Schmidetzki

Nur schön anzusehen

Landwirtschaftskammer weist auf Gefahr vom Jakobs-Kreuzkraut hin

Auf den ersten Blick schön anzusehen, kann das Jakobs-Kreuzkraut vor allem für Tiere gefährlich werden. Die Pflanzen haben giftige Inhaltsstoffe, die tödlich sein können. Deshalb weisen vor allem Vertreter der Landwirtschaft seit Jahren immer wieder darauf hin, die Pflanzen möglichst gut zu entfernen und das wilde Wachstum einzudämmen.

Marcus Polaschegg von der Landwirtschaftskammer beobachtet die Entwicklung der vergangenen Jahre mit Sorge. Grünland zu erhalten sei begrüßenswert, ebenso extensive Landwirtschaft – möglichst ohne Nutzung von Pestiziden. Dann müsse aber eben auch dafür gesorgt sein, dass diese Pflanzen entfernt werden. Dabei könne es sein, dass an einigen Stellen nur noch der Einsatz von Chemie helfe. Besonders gefährlich sei die Tatsache, dass die Bitterstoffe nach der Trocknung der Pflanzen verschwänden. „Toxisch sind sie dann aber immer noch“, betont Polaschegg. Um frische Pflanzen machten viele Tiere daher häufig einen Bogen. Wenn sich getrocknete Teile im Futter befänden, könne das jedoch fatal werden.

Gerade dieser Tage, in denen die Pflanzen samenreif sind, sei das Thema aktuell, sagt Polaschegg. Und es sei nicht etwa ein ausschließliches Thema für ausgewählte Fachleute, Landwirte und Züchter. Am besten sei es, wenn sich jeder darum kümmere und – wo er Pflanzen vom Jakobs-Kreuzkraut sieht – diese entsorgt. Das zähle besonders auch für die Wegeseitenränder, auf denen die leuchtend gelb blühenden Pflanzen oftmals wachsen.

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Erstellt:
10. Juli 2020, 13:53 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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