Die Jugendlichen gaben den Synodalen ökologische Ideen mit auf den Weg. Foto: Kirchenkreis

Die Jugendlichen gaben den Synodalen ökologische Ideen mit auf den Weg. Foto: Kirchenkreis

Nendorf 18.02.2020 Von Die Harke

Öko-Arbeitskreis gründen

Klimaschutz im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum: Teamer machen Vorschläge

Bei der jüngsten Tagung der Kirchenkreissynode in Nendorf waren mehrere Jugendliche zu Gast, die in der kirchlichen Jugendarbeit als Teamer aktiv sind.

In der Hoffnung „der Schöpfung unter die Arme greifen zu können“ trugen zwei von ihnen, Luise Ippisch und Maike Heineking, den Kirchenkreissynodalen Vorschläge vor, wie man in den Kirchengemeinden ökologisch verantwortlich handeln kann.

Das Jahresthema des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum lautet „Da blüht uns was ….“, es setzt sich mit der Bewahrung der Schöpfung und den Folgen des Klimawandels auseinander.

Zu den Themenfeldern „Essen und Trinken“, „Energie“, Mobilität“ und „Sonstiges“ trugen die jungen Frauen ihre Beobachtungen vor und machten Änderungsvorschläge. Unter anderem sprachen sie sich für ein ökologisch nachhaltiges Einkaufsverhalten aus und warben für regionale Produkte.

Sie appellierten an die Kirchengemeinden, Ökostrom zu verwenden, und schlugen die Bildung eines generationenübergreifenden Arbeitskreises vor, der den Kirchenkreisgremien zuarbeiten sollten.

So könnte dieser eine Kooperation mit einem regionalen Biohof vereinbaren, von dem die Kirchengemeinden ihre Produkte beziehen würden. Zudem warben die Teamer für Glasflaschen und schlugen vor, wiederverwertbare Trinkflaschen mit einem Kirchenkreislogo zu versehen und diese zur Konfirmation zu verschenken.

Als weiterer Referent war Reinhard Benhöfer vom Haus kirchlicher Dienste aus Hannover angereist. Er ist für das Arbeitsfeld Umwelt- und Klimaschutz zuständig und erinnerte in seinem Vortrag daran, dass sich die Landessynode bereits 2007 eingehend mit der Verantwortung für die Schöpfung beschäftigt habe.

Unter den Aspekten Schöpfungsverantwortung und Gerechtigkeit wies er auf den hohen Anteil der europäischen Industriegesellschaften bei den weltweiten Emissionswerten hin und entkräftete das Argument, dass andere Länder weit mehr als Deutschland emittieren, mit dem Hinweis darauf, dass Deutschland mit seinen Pro-Kopf-Emission von 9,5 Tonnen Kohlendioxid einer der Spitzenreiter sei.

Den Kirchengemeinden empfahl er ein engagiertes Gebäudemanagement. Er warb auch für einen ökologischen Bewusstseinswandel, der sich auch in der gezielten Weitergabe von Fördermittel niederschlagen könne.

In der sich anschließenden Aussprache schlug Karsten Sierk, der Umweltbeauftragte des Kirchenkreises, vor, die Kirchengemeinden in der Herbstsitzung über ihre Erfahrungen mit dem Jahresthema und ihren Projekten zu berichten.

Wie Superintendentin Dr. Ingrid Goldhahn-Müller mitteilte, stellt der Kirchenkreis jeder Kirchengemeinde 500 Euro Fördermittel zur Verfügung, um Veranstaltungen und Projekte unter dem Motto „Da blüht uns was ...“ umzusetzen.

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Erstellt:
18. Februar 2020, 14:15 Uhr
Lesedauer:
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