Sebastian Stüben DH

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Öko-Problem: Hundekottüten

Als ich gestern Morgen mit meinem Sohn Enno vom Bäcker nach Hause geradelt bin, haben wir einen Hundehalter überholt, der gerade dabei war, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners mithilfe einer kleinen Plastiktüte vom Gehweg aufzuheben. Gut so – oder doch nicht?

Ein Hamburger Student macht jetzt auf seiner Internetseite poopmap.de darauf aufmerksam, dass diese Beutelchen eine erhebliche Umweltbelastung darstellen. Hundehalter entsorgen sie oft illegalerweise in die Natur, weil sie auf längeren Spaziergängen nicht wissen, wohin damit. Auf der Internetseite zeigt der Hamburger Student bereits über 5000 gesammelte Fotos von Beuteln, die nicht den Weg in den Abfalleimer gefunden haben.

Nach Angaben des Studenten werden jährlich rund 200 000 000 Hundekotbeutel von deutschen Kommunen ausgegeben. 97 Prozent bestehen aus Plastik. Nach Aussage des Seitenbetreibers stellen sie somit „über Hunderte von Jahren ein Umweltproblem“ dar.

Hmmm, darüber muss ich jetzt erst einmal nachdenken. Sollen also Hundehalter die Haufen doch lieber liegen lassen? Sind ja schließlich biologisch abbaubar, nicht wahr? Nein, nein. Das kann auch keine Lösung sein. Ich denke, die Kommunen müssten einerseits den Haltern Tüten zur Verfügung stellen, die aus umweltverträglichem Material bestehen. Das muss doch möglich sein. Und dann bitte ab damit in den Mülleimer.

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Erstellt:
16. August 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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