28.03.2012 Von Alan Smithee

Ökostrom immer günstiger

Die Preise für Ökostrom sinken, sehr zum Vorteil der Verbraucher. Das liegt daran, dass immer mehr Energielieferanten zusätzlich Ökostrom anbieten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Je mehr Anbieter, desto niedriger die Preise. Die Tendenz nahm vor allem nach dem japanischen Atomunglück zu, als die Nachfrage nach Ökostrom so hoch war, wie nie zuvor. Umso erstaunlicher, dass das Interesse am Ökostrom offensichtlich jetzt wieder nachlässt. Dabei stehen alternative Energiequellen wie Sonne und Wind in vielen politischen und sozialen Diskussionen über umweltfreundliche Energiegewinnung im Vordergrund. Wer einfach Stromtarife vergleichen möchte, wird sofort die Möglichkeiten erkennen.

Große Auswahl für Verbraucher

Bis zu 70 Anbieter stehen Hausbesitzern zur Auswahl, die auf der Suche nach einem günstigen Ökostrom-Anbieter sind. Wie sehr sich die Zahl vervielfacht hat, zeigt eine Umfrage aus dem Jahr 2008. Damals gab es lediglich 25 Anbieter. Dennoch sollten Verbraucher bei der Auswahl des Lieferanten kritisch sein. Dabei helfen ihnen die Qualitätssiegel wie „Grüner Strom Label“ und „ok power“. Ökostrom war in der Zeit nach Fukushima eine der meistgefragten Energiequellen. Seitdem stagniert die Nachfrage nicht nur, sie lässt sogar deutlich nach. Im Herbst 2011 meldeten Ökostrom-Anbieter Vertragsabschlüsse lediglich in einer Höhe, wie aus der Zeit vor der Atomkatastrophe, die eigentlich den großen Wandel hätte bringen sollen.

Nachlassendes Interesse schadet einer gesunden Tendenz

Das Unternehmen Toptarif, das die Zahlen rund um den Ökostrom analysiert, beobachtet eine ungesunde Entwicklung. So musste man feststellen, dass heute nur noch 20% aller Kundennachfragen Ökostrom mit einbeziehen. Eine bedauerliche Entwicklung wenn man bedenkt, dass alternativen Energien zur Verfügung stehen und zudem preisgünstig sind. Dabei brauchen nur alle, die einfach Stromtarife vergleichen möchten, die Zahlen gegenüberzustellen und schon sind die Sparmöglichkeiten offensichtlich. Insbesondere Vertragskunden der Grundversorger müssen tief in die Taschen greifen. Im Vergleich zu anderen Versorgern erspart sich jeder Haushalt im Durchschnitt zwischen 200 und 400 Euro pro Monat, wenn er sich von solchen Stromlieferanten löst. Eine gute Nachricht beschert auch der Gesetzgeber: Mit Frühling 2012 bereits werden neue Kündigungsfristen schlagend: Anstatt einer Frist von 4 Wochen werden es dann nur mehr 2 Wochen sein, an die der Wechselwillige noch an den teuren Altversorger gebunden ist.

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Erstellt:
28. März 2012, 09:04 Uhr
Lesedauer:
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