Paul Hill/Fotolia

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Nienburg/Haßbergen 14.02.2019 Von Andreas Wetzel

Ohne Führerschein, dann mit Alkohol

Verfahren gegen 27-Jährigen ausgesetzt

Ein 27-jähriger Mann aus Haßbergen ist vor dem Amtsgericht Nienburg angeklagt gewesen, im Mai 2018 ohne Führerschein mit einem Auto in Haßbergen gefahren zu sein. Darüber hinaus war das Auto, in dem er fuhr, nicht zugelassen. Es war nur mit Kurzzeitkennzeichen versehen. Am Ende jedoch setzte das Gericht das Verfahren aus, weil eine neue Straftat im Raum steht: Der Mann war in der Nacht vor der Verhandlung von der Polizei mit 1,5 Promille Alkohol im Blut erwischt worden. In der Verhandlung bestritt der Angeklagte den Vorfall im Mai 2018. Er habe den Wagen nicht gefahren. Auch habe das Auto nicht auf seinem Grundstück gestanden, sondern bei seinem Schwager. Diese Aussage wurde von einer Hausmitbewohnerin widerlegt. Sie gab an, dass das Auto die ganze Zeit auf dem Grundstück gestanden habe und der Angeklagte immer wieder damit gefahren sei. Einen Führerschein besaß der Haßberger im Mai 2018 nach Landkreisangaben nicht. Den besitze der Angeklagte erst seit September 2018.

Nachdem der Staatsanwalt die Daten vorgetragen hatte, legte der Angeklagte dem Gericht ein Sicherstellungsprotokoll vor, aus dem hervorging, dass er wenige Stunden vor der Verhandlung beim Autofahren in Nienburg von der Polizei kontrolliert wurde und bei der Kontrolle 1,5 Promille Alkohol im Blut hatte.

Aufgrund dieses Umstandes beantragte der Staatsanwalt die Aussetzung des Verfahrens. Es soll die Anklage der neuen Straftat wegen Trunkenheit im Verkehr abgewartet und beide Taten in einem Verfahren verurteilt werden.

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Erstellt:
14. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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