Nikias Schmidetzki DH

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Landkreis 06.02.2018 Von Nikias Schmidetzki

„Ohne“ ist gar nicht so einfach

Guten Tag

Sieben Wochen können ganz schön lang sein. Dann zum Beispiel, wenn man als Kind auf seinen Geburtstag wartet. Oder wenn die gebuchte Urlaubsreise noch so lange hin ist. Sieben Wochen auf etwas zu verzichten, kann ebenso schwierig werden, aber auch zu einer guten Erfahrung. „7 Wochen Ohne“ ist eine bundesweite jährliche Fastenaktion der evangelischen Kirchen zwischen Aschermittwoch, in diesem Jahr am 14. Februar, und Ostermontag, in diesem Jahr am 2. April. Die Aktion und der Verzicht sollen helfen, die Passionszeit, in der Christen an das Leiden und Sterben Jesu erinnern und sich aufs Osterfest vorbereiten, bewusster zu erleben.

Ich selbst habe vor einigen Jahren sieben Wochen lang auf Schokolade verzichtet. Die ersten Tage waren tatsächlich überraschend hart. Gar nicht mal, weil mir Tafel und Schokoriegel zwischendurch fehlten. Vor allem, weil Schokolade auf einmal in viel mehr Dingen vorkam als mir bewusst gewesen war als ich den folgenschweren Entschluss traf. Kekse, Brotaufstrich, Double Choc Latte Macchiato – alles tabu auf einmal. Aber dann ging es irgendwie doch ganz gut. Und am Ende fehlte sie mir gar nicht mehr so dolle, die Schokolade. Dafür war es ein gutes Gefühl, es „geschafft zu haben“.

Doch es gibt auch ganz andere Möglichkeiten: „Sieben Wochen ohne Kneifen“ heißt der Untertitel der diesjährigen Aktion – mit dem Ziel, sich einzumischen, Flagge zu zeigen, die eigene Meinung zu vertreten und auch zu eigenen Fehlern zu stehen. Sicher ähnlich schwierig, wie der Verzicht auf Schoki, kann dafür aber auch zum Verzicht auf so manchen Streit führen.

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Erstellt:
6. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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