Wollen den Alleinerziehenden dieses Jahr noch etwas Gutes tun: (von links) Susanne Reinert (Koordinatorin im Familienzentrum St. Michael), Mirja Kleuker (Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters) und Katrin Fedler (Beraterin und Coaching in der Koordinierungsstelle frau+wirtschaft). Foto: Frau + Wirtschaft

Wollen den Alleinerziehenden dieses Jahr noch etwas Gutes tun: (von links) Susanne Reinert (Koordinatorin im Familienzentrum St. Michael), Mirja Kleuker (Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters) und Katrin Fedler (Beraterin und Coaching in der Koordinierungsstelle frau+wirtschaft). Foto: Frau + Wirtschaft

Landkreis 19.11.2020 Von Die Harke

Onlinestammtisch für Alleinerziehende

Präsenzcafé wird digital / Angebot kann von zu Hause aus wahrgenommen werden

2020 war ein hartes Jahr, besonders für alle, die alleinerziehend sich selbst und ihr Kind oder ihre Kinder durch die Krise und die Herausforderungen wie Ängste, Jobverlust oder Homeschooling leiten mussten.

„Gerade Frischgetrennte wünschen sich Unterstützung und Orientierung, doch häufig kennen sie keine anderen Alleinerziehenden“, heißt es in einer Mitteilung der Koordinierungsstelle Frau + Wirtschaft. Das Alleinerziehendencafé biete Zeit und Raum für Austausch, Zuhören, das Teilen von Sorgen und das Entwickeln von Lösungen.

Das 2019 von den Initiatorinnen Mirja Kleuker, Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters, Susanne Reinert, Koordinatorin im Familienzentrum St. Michael, und Katrin Fedler, Beraterin und Coaching in der Koordinierungsstelle Frau + Wirtschaft, gegründete Alleinerziehendencafé habe bereits bei den ersten Terminen sehr guten Anklang gefunden.

Die Resonanz der Alleinerziehenden sei eindeutig gewesen: „Ein solches Angebot hat im Landkreis Nienburg gefehlt. Das Konzept, sich an festgelegten Freitagnachmittagen mit Kinderbetreuung und Abendsnack zu treffen, ging voll auf“, sagt Susanne Reinert.

Corona aber habe das Alleinerziehendencafé ausgebremst. Während des Lockdowns mussten die Termine abgesagt werden. Deswegen hat das Team überlegt, unter welchen Rahmenbedingungen ein Treffen stattfinden könnte. Die Lösung: ein Onlinestammtisch. „Wir waren skeptisch, ob unsere Lösung, sich ohne Kinder zu treffen, aufgehen würde“, schildert Katrin Fedler.

„Wir haben es aber trotzdem angeboten, weil wir nicht untätig bleiben wollten.“ Mehrere Alleinerziehende seien froh gewesen, dass das Team das Treffen ermöglicht hat. „Wir haben sogar deutlich die Zeit überschritten, weil der Austausch so lebendig war“, schildert Mirja Kleuker.

Der nächste Onlinestammtisch steht bevor: Am 4. Dezember von 16 bis 17.30 Uhr werden die Alleinerziehenden mit Anika Werner, Pädagogin, Trainerin, Referentin und Moderatorin, über das Portal Zoom „Gestärkt in 2020(blicken)“. Nach einem Vortrag bleibt noch Zeit, sich auszutauschen.

Die Organisatorinnen freuen sich, den Alleinerziehenden nach diesem herausfordernden Jahr etwas Gutes tun zu können und hoffen auf viele Anmeldungen bis zum 1. Dezember online unter frau-und-wirtschaft-ni.de oder unter Telefon (0 50 21) 922 91 95. Nach der Anmeldung wird ein Link verschickt, der zum Stammtisch führt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Erstellt:
19. November 2020, 05:45 Uhr
Lesedauer:
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