Chefarzt Markus Bauer mit dem neuen Endosonographiegerät. Foto: Helios-Kliniken

Chefarzt Markus Bauer mit dem neuen Endosonographiegerät. Foto: Helios-Kliniken

Nienburg 26.05.2020 Von Die Harke

Organe noch genauer betrachten

Helios-Kliniken investieren in neues Endosonographiegerät

Die Helios-Kliniken Mittelweser haben für knapp 60.000 Euro ein neues Endosonographiegerät angeschafft. „Das hochsensible Gerät wird in der Feindiagnostik der Gastroenterologie genutzt, zum Beispiel zur Krebsdiagnostik“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinik-Konzerns.

Die Endosonographie oder Ultraschall von innen ist eine Untersuchungsmethode, die die Vorteile der Ultraschalldiagnostik und der Endoskopie kombiniert. Hierfür ist ein Endoskop an seiner Spitze mit einem sehr kleinen Ultraschallgerät ausgestattet. Dieses kann unter Sicht durch das Endoskop durch den Magen-Darm-Trakt sehr nahe an die zu untersuchenden Organe im Brustraum oder im Bauch herangeführt werden.

„Besonders geeignet ist dieses Verfahren für die Untersuchung der Bauchspeicheldrüse und der Gallengänge“, erläutert Markus Bauer, Chefarzt für Gastroenterologie und Innere Medizin. So könnten zum Beispiel sehr kleine Gallensteine, die im Gallengang eine Kolik verursachen, manchmal nur mit der Endosonographie nachgewiesen werden. Auch die Frage, in wieweit die Darmwand oder Lymphknoten von einer Tumorerkrankung betroffen sind, könne mit dieser Untersuchungsmethode sehr genau beurteilt werden.

„Das Verfahren der Endosonographie setzen die Helios-Kliniken Mittelweser schon seit Langem ein, doch gerade diese hochsensiblen Geräte haben eine endliche Haltbarkeit und sind sehr hochpreisig in der Anschaffung“, so Bauer. „Um unseren Patienten auch weiterhin die bestmögliche Versorgung zur ermöglichen, haben wir das alte Gerät ausgetauscht.“

Die Kosten können sich sehen lassen: Das kleine Gerät kostet knapp 60.000 Euro. Dieses bringt auch einige technologische Neuerungen mit sich. Da das neue Gerät deutlich genauere und höherauflösende Bilder wiedergibt, ist es während des Ultraschalls nun möglich, auffällige Strukturen zu punktieren, um eine Gewebeprobe zu gewinnen.

„Zudem können mit dem Gerät gleichzeitig Ultraschallkontrastmitteluntersuchungen durchgeführt und die Elastizität des Gewebes bestimmt werden. Dies sind beides Methoden, die uns Hinweise darauf geben, ob eine Veränderung gut- oder bösartig ist“, führt Bauer aus.

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Erstellt:
26. Mai 2020, 16:48 Uhr
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