Thomas Schmitz (links) und Lutz Wagner und spielen am Sonntag in Loccum. Foto: Denhoff

Thomas Schmitz (links) und Lutz Wagner und spielen am Sonntag in Loccum. Foto: Denhoff

Loccum 28.07.2020 Von Die Harke

Orgel und Violoncello in der Klosterkirche

Wieder Musik zur Einkehr am Sonntag, 2. August, um 17.30 Uhr

In der Reihe „Musik zur Einkehr“ sind Orgel und Violoncello am Sonntag, 2. August, in der Klosterkirche Loccum um 17.30 Uhr zu hören. Lutz Wagner (Violoncello) und Thomas Schmitz (Orgel) präsentieren ein farbiges Programm mit Musik des 20. Jahrhunderts.

Das Programm wird eröffnet mit der Sonate a-Moll für Cello und Orgel (entstanden 1966) von Hermann Schroeder. In seinen frühen Werken steht er ganz offensichtlich noch in der Tradition etwa von Max Reger, wenngleich deutlich „orgelbewegt“ angehaucht. Spätromantische Chromatik steht hier neobarocken Spielfiguren und teils leicht spröder Klanglichkeit gegenüber.

Flor Peeters hat zwar nicht in Frankreich studiert, war aber insbesondere Marcel Dupré freundschaftlich eng verbunden. Seine „Liedvariationen“ sind einerseits ebenfalls teils neobarocker Faktur, andererseits ist das ganze Werk in Anlehnung an Duprés „Noël“-Variationen entstanden, sowohl in formaler wie auch in klanglicher Hinsicht. Einflüsse der französischen Spätromantik sind im Finale unüberhörbar.

Im Anschluss erklingt von Marcel Dupré, dem jahrzehntelangen Organisten an der Pariser Basilika St.-Sulpice, die Sonate op. 60 in a-Moll für Violoncello und Orgel, 1964 entstanden. Es folgt „Cortège et Litanie“ für Orgel solo.

Zum Abschluss erklingt „Prayer“ (Gebet) von Ernest Bloch, aus der Sammlung „Jewish Life“.

Den Komponisten Marcel Dupré, Flor Peeters, Hermann Schroeder und Ernest Bloch ist gemein, dass sie weniger für „zeitgenössische“ – im Sinne von avantgardistischer – Tonsprache stehen; vielmehr waren sie stets der klassischen Dur-/Moll-Tonalität im spätromantischen Erbe verpflichtet, die sie entsprechend anzureichern und zu „würzen“ verstanden.

Lutz Wagner, geboren in Nienburg, studierte in Hannover und Düsseldorf. Er ist Preisträger des Louis-Spohr-Preises und des „Internationalen Streichquartett-Wettbewerbs“ in Bubenreuth und seit 1991 beim Sinfonieorchester Münster. Hinzu kommen vielfältige solistische und kammermusikalische Aktivitäten, unter anderem als Cellist des Movendo Klavierquartetts und des Farrenc-Trios. Lutz Wagner hat Aufnahmen für den Rundfunk und auf CD eingespielt.

Thomas Schmitz wurde in Köln geboren. Nach Studien in Stuttgart und Teilnahme an etlichen Meisterkursen ist er nach beruflichen Stationen als Kirchenmusiker in Oppenweiler (Württemberg), an der Kath. Stadtpfarrkirche Nürtingen/Neckar und als Dekanatskirchenmusiker in Freudenstadt (Schwarzwald) seit 2003 Domorganist am Hohen Dom zu Münster. Zudem kommt er seit 2011 einem Lehrauftrag für Künstlerisches Orgelspiel an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster nach.

Eintritt acht Euro, Jugendliche bis 14 Jahre frei. Es gelten die aktuellen Hygieneregeln. Besucher bringen bitte einen Gesichtsschutz mit und, wenn möglich, einen Zettel Namen, Anschrift und Telefonnummer.

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Erstellt:
28. Juli 2020, 16:05 Uhr
Lesedauer:
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