Janis Berzins. Foto: Berzins

Janis Berzins. Foto: Berzins

Loccum 19.08.2020 Von Die Harke

Orgelmusik der Barockzeit

Orgelmusik der Barockzeit von Bach, Buxtehude und Böhm gibt es am Sonntag, 23. August, um 17.30 Uhr im Kloster Loccum.

Die italienischen Concerti grossi erfreuten sich an den europäischen Höfen der Barockzeit großer Beliebtheit. In seiner Zeit als Weimarer Hoforganist und Konzertmeister in den Jahren zwischen 1708 und 1717 hat sich Johann Sebastian Bach ausführlich mit dieser Musik beschäftigt. Er war nicht der Einzige, der diese für Orchester komponierte Musik für die Orgel bearbeitete, auch von seinem Kollegen Johann Gottfried Walther sind solche Bearbeitungen überliefert. Bachs Bearbeitung BWV 593 geht auf das Concerto op. 3 Nr. 8 von Antonio Vivaldi zurück.

Dietrich Buxtehude gilt als bedeutendster Vertreter des norddeutschen Orgelbarock. Buxtehude war zunächst Organist in Helsingborg und Helsingør, dann für viele Jahre Organist an der Lübecker St. Marienkirche. Johann Sebastian Bach machte sich 1705 als 20-Jähriger von Arnstadt aus auf den Weg nach Lübeck, um Buxtehude kennenzulernen und bei ihm zu lernen. Die ausgedehnte Choralfantasie „Nun freut euch, lieben Christen gmein“ gehört zu den großen Werken Buxtehudes. Johann Sebastian Bach hat das Werk nachweislich für den eigenen Gebrauch abgeschrieben.

Georg Böhm war lange Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1733 Organist der St. Johanniskirche in Lüneburg. Seine Choralbearbeitung zum Choral „Vater unser im Himmelreich“ mit einer verzierten Choralmelodie über einem schlichten Begleitsatz ist eher schlicht, aber von großer Schönheit.

Janis Berzins war bereits als Schüler Organist an der St. Michaeliskirche in seiner Heimatstadt Braunschweig. Er studierte Evangelische Theologie in Bethel und Heidelberg, Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg und Orchesterdirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Seit 2018 ist Janis Berzins Studienleiter im Predigerseminar im Kloster Loccum.

Eintritt: acht Euro, Jugendliche bis 14 Jahre frei. Es gelten die aktuellen Hygieneregeln. Ein Gesichtsschutz ist mitzubringen sowie ein Zettel mit Namen, Anschrift und Telefonnummer.

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Erstellt:
19. August 2020, 11:20 Uhr
Lesedauer:
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