Haben gemeinsam die Infotafel realisiert: Grafikerin Nadine Rahnert-Pape, Henning Schmidtke, Ute Luginbühl (BUND), Hildegard van’t Hull, Lothar Gerner, Meike Evers (NLWKN) und Günther Ballandat (von links). Fotos: Schmidetzki

Haben gemeinsam die Infotafel realisiert: Grafikerin Nadine Rahnert-Pape, Henning Schmidtke, Ute Luginbühl (BUND), Hildegard van’t Hull, Lothar Gerner, Meike Evers (NLWKN) und Günther Ballandat (von links). Fotos: Schmidetzki

Oyle 22.05.2021 Von Nikias Schmidetzki

Oyler Wald: Infos zum Schutze der Hubertusquelle

An dem beliebten Ausflugsziel steht seit einiger Zeit eine bebilderte Tafel

Ein Ausflugsziel, ein großer Naturspielplatz, ein Lernort: Das alles ist der Oyler Wald mitsamt Schlucht und Bachlauf. Dass dieser Bachlauf keinen weiten Weg hinter sich hat, sondern das Wasser direkt dort aus dem Erdreich quillt, ist schon etwas besonderes. Darauf weist nun ein neues Schild hin – auch mit dem Ziel, die Quelle möglichst unberührt zu lassen.

Informationen zu Pflanzen und Tieren, darunter einige seltene Arten, und eben zur Quelle selbst befinden sich auf dem Schild. Zu den Initiatoren gehörte der BUND. An der Umsetzung maßgeblichen Anteil hatten Hildegard van’t Hull, von der die Erläuterungstexte stammen, und Grafikerin Nadine Rahnert-Pape. Weitere Unterstützung gab es von den Landesforsten und finanziell vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Die Hubertusquelle im Oyler Wald soll möglichst unberührt bleiben.

Die Hubertusquelle im Oyler Wald soll möglichst unberührt bleiben.

Stetig rieselt sie vor sich hin und bildet schließlich den kleinen Bach, an dem sich schon so manches Kind nasse Füße geholt hat und zahlreiche Dämme gebaut hat. Die Hubertusquelle im Oyler Wald ist ein Anziehungspunkt und nun auch noch mehr Lernort als die Natur es so schon ist. Ein großes Hinweisschild erklärt, was es mit dem Gebiet auf sich hat.

Das ist eine wertvolle Quelle unter uns. Lothar Gerner vom BUND

„Das ist eine wertvolle Quelle unter uns“, sagt Lothar Gerner vom BUND. Gerne sollen sich Besucherinnen und Besucher künftig mit der Hubertusquelle auseinandersetzen, nach Möglichkeit aber, ohne direkt hinabzusteigen. „Sie war ein großes Spielgelände für Kinder“, weiß Gerner.

Es sei toll, wenn Kinder im Wald und auch am Wasser spielen. Das sollte aber besser weiter oben geschehen. Schließlich sei die Quelle ein wichtiger Lebensraum, über den die Erklärtexte und Bilder auf der Tafel aufklären. „Wir hoffen, dass Menschen den Quelltopf nicht betreten“, formuliert Gerner den Wunsch der Naturschützer.

Hildegard van’t Hull, Nadine Rahnert-Pape und Lothar Gerner (von links) sprechen über die Infotafel an der Hubertusquelle.

Hildegard van’t Hull, Nadine Rahnert-Pape und Lothar Gerner (von links) sprechen über die Infotafel an der Hubertusquelle.

Zu den Texten, die Quell-Forscherin und gebürtige Kreis Nienburger Hildegard van’t Hull verfasst hat, kommt ein kurzes Märchen, in dem eine Nymphe eine tragende Rolle spielt. Auch Marklohes Bürgermeister Günther Ballandat freut sich über das Schild und die Informationsarbeit. Der Oyler Wald und der Oyler Berg seien eine sehr attraktive Gegend. „Ich hoffe, dass es so bleibt wie es ist“, sagt er.

Forstamtsleiter Henning Schmidtke erinnerte sich bei der offiziellen Eröffnung in kleiner Rund zurück. Vor 20 Jahren sei der Lkw-Verkehr direkt an der Quelle entlang gefahren. Davon ist heute nichts mehr gesehen. Umso erfreuter sei er über die Entwicklung der vergangenen Jahre: „Heute ist hier etwas so schönes entstanden.“

Zu erreichen ist der Eingang zum Wald über die Straße „Am Kalksandsteinwerk“. Von der B6 kommend ist der Eingang kurz hinter dem Gelände des Werkes auf der linken Seite.

Zum Artikel

Erstellt:
22. Mai 2021, 16:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Themen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.