Die Kreis-Nienburger zu Gast bei Marja-Liisa Völlers (Vierte von rechts) in Berlin. Aeffner

Die Kreis-Nienburger zu Gast bei Marja-Liisa Völlers (Vierte von rechts) in Berlin. Aeffner

Wietzen 12.07.2019 Von Die Harke

Palliativkräfte auf Fortbildung im Bundestag

Wietzener Mediziner organisiert Reise zu Bundestagsabgeordneter Völlers

Mal nur an sich denken und sich selbst etwas Gutes tun – das war etwas Besonderes, zu dem der Palliativmediziner Dr. Karl Aeffner aus Wietzen für seine Teams eine ganztägige Fortbildung in Berlin organisiert hatte. Denn auch der achtsame Umgang mit sich selbst sei ein wichtiges Thema für Palliativschwestern, die sich ständig hoch professionell um Schwerkranke und Sterbende kümmern – und das längst nicht nur zu „Bürozeiten“. Eine besondere Belastung sei dabei die Tatsache, dass sie nicht heilen, sondern nur lindern helfen können. Zudem müssten auch regelmäßig überforderte Angehörige angeleitet und gestützt werden. Das Bestreben, es allen recht machen zu wollen, sei meist zum Scheitern verurteilt. Da sei der Burnout schon fast zwangsläufig programmiert, wenn man keine Strategien für mehr als das „Über-leben“ in der Medizinwelt hat, so Dr. Aeffner.

Diese Problematik, aber auch „unnötige Probleme“ wie die überbordende Bürokratie, zeitfressende Vorgänge und von oben gewollte Entsolidarisierung im Berufsalltag schilderten die Palliativkräfte der SPD-Bundestagsabgeordneten Marja-Liisa Völlers bei einem Besuch im Bundestag in Berlin. Sie nahm sich Zeit für die Gruppe und hörte sich ihre Probleme an.

„Von der Politik wurden Pflegekräfte bis vor kurzem ignoriert; man hat es sogar zugelassen, dass fast 80 Prozent von ihnen noch nicht einmal Tariflohn bekommen. Dabei ist ihre Arbeit viel mehr wert und verdient zukünftig einen akademischen Status – Bezahlung inklusive. Ärzte können nur effektiv arbeiten, wenn sie von qualifizierten Pflegekräften unterstützt werden“, so Aeffner.

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Erstellt:
12. Juli 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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