Morgen wird der neue Rasen der Pappelkampfbahn des SC Haßbergen feierlich eingeweiht. Fotos: Nussbaum, SC Hassbergen

Morgen wird der neue Rasen der Pappelkampfbahn des SC Haßbergen feierlich eingeweiht. Fotos: Nussbaum, SC Hassbergen

Haßbergen 18.09.2020 Von Helge Nußbaum

Pappelkampfbahn in neuem Glanz

SC Haßbergen feiert Samstag und Sonntag die Einweihung seiner frisch sanierten Anlage - Sonderveröffentlichung /Anzeige

Beim SC Haßbergen herrscht im gesamten Umfeld große Vorfreude, denn am morgigen Sonnabend dürfen die Fußballer endlich und erstmals seit gut einem Jahr wieder auf das satte Grün ihrer Pappelkampfbahn.

Die Verantwortlichen um den SCH-Vorsitzenden Cord Behrens baten beim Kreisspielausschuss-Vorsitzenden des NFV, Hartmut Siepert, um ein Kreisliga-Samstagsspiel und erwarten morgen um 16 Uhr den SC Marklohe. Los geht es mit der coronakonformen Platzeinweihung jedoch schon früher.

Um 13.30 Uhr treffen die C-Junioren der JSG Haßbergen ebenfalls auf die JSG aus Marklohe. Der offizielle Teil mit Ansprachen und Ehrungen steigt ab 15.30 Uhr. Am Sonntag geht es ab 11 Uhr mit einem G-Jugendturnier weiter, ehe um 15 Uhr Haßbergens Zweitvertretung gegen den TSV Eystrup II spielt.

Behrens: „Wir hätten natürlich gern ein größeres Event veranstaltet und es mit dem 65-jährigen Bestehen des Vereins gekoppelt, aber das ist durch die Pandemie im Moment eben nicht darstellbar.“ Die Feierlichkeiten sollen jedoch nachgeholt werden und auch der traditionelle Elfer-Cup soll stattfinden. „Wir werden dort zeitnah in die Planungen einsteigen.“

Baubeginn im vergangenen Oktober

Am 9. Oktober begannen die Arbeiten am A-Platz mit dem Abtragen der Grasnarbe, danach erfolgte eine Begradigung. Zudem wurde eine Drainage und eine automatische Beregnungsanlage verlegt. Neue Tore und die erste Spielfeldmarkierung per GPS kamen on top. „Der A-Platz wurde einst auf dem ehemaligen Haßberger Schuttgelände gebaut, und zwar ohne großen Aufwand, ohne Drainage – einfach Mutterboden planiert und Rasen gesät“, blickt Behrens zurück.

Der Rasen der Pappelkampfbahn hat ein sattes Grün.

Der Rasen der Pappelkampfbahn hat ein sattes Grün.

Im Zuge der Arbeiten eröffneten sich weitere Baustellen in der Pappelkampfbahn. Hinter der Tribüne am A-Platz erledigte zum Beispiel die „Rentnerband“, wie der Vorsitzende seine vier unermüdlichen Helfer Helmut Berg, Volker Siemering, Volker Steinborn und Günter Berg nennt, Pflasterarbeiten, mit gesponserten Steinen. Dort entstand ein Schuppen für diverse Gerätschaften und Trainingsmaterialien. Der neue Rasenmäher, der gerade von Heinz und Gerhard Rogge auf Vordermann gebracht wurde, schluckte ebenfalls einen vierstelligen Betrag.

Am B-Platz wurde die Beleuchtung ausgetauscht und auch er erhielt, wie der C-Platz, eine neue Beregnungsanlage ähnlich der des A-Platzes. Auf dem Hauptplatz wurde jüngst sogar noch eine neue Beschallung installiert. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen an den Plätzen, die der Gemeinde gehören, etwa bei 150.000 Euro. Von dieser Summe trägt der SC Haßbergen gut ein Drittel aus der Vereinskasse. Die Förderung aus Bundes- und EU-Fördertöpfen machten diese umfangreichen Maßnahmen erst möglich.

Der stolze Vereinsvorsitzende Cord Behrens. Foto: Behrens

Der stolze Vereinsvorsitzende Cord Behrens. Foto: Behrens

Behrens: „Der Vorstand sowie der gesamte Verein leistet hier in den vergangenen Jahren und vor allem zuletzt eine tolle ehrenamtliche Arbeit. Unser Kassenwart Jan-Hendrik Krohn hat super gewirtschaftet und mit Ralf Cordes haben wir einen tollen Projekt-Beauftragten gefunden.“ Mit an Bord in Sachen Planung ist auch immer SCH-Jugendleiter (D- bis A-Jugend) Oliver Gilon, der sich allerdings vornehmlich um einen weiteren Traum vom Vorsitzenden kümmert.

„Ohnehin möchte ich mich auf diesem Wege bei allen Helfern, Unterstützern, Sponsoren und meinen Vorstandskollegen bedanken. Wir haben gemeinsam viel geleistet.“ Seit über einem Jahr erörtern die Verantwortlichen zudem die Erschaffung eines Kunstrasenplatzes angrenzend an die Pappelkampfbahn.

„Im Ort wird der Kunstrasenplatz natürlich kontrovers gesehen. In dieser Sache erhoffen wir uns die Unterstützung der Gemeinde um Bürgermeister Mario Heuer und der Samtgemeinde um die Direktorin Bianca Wöhlke“, sagt Kassenwart Krohn und Gilon ergänzt: „Ohne den Strukturentwicklungsfond wären wir nie auf diese Idee gekommen, aber Heemsen kommt als einzige Gemeinde für ein solches Projekt infrage.“

Der SCH-Vorsitzende Behrens spricht in dieser Sache von einer einmaligen Chance: „Es wäre ein Leuchtturm-Projekt für uns und würde uns ungeahnte Möglichkeiten im Juniorenbereich bieten, der ja bisher schon sehr gut in der JSG in Zusammenarbeit mit dem TSV Eystrup läuft. Kunstrasenplätze sind ohnehin die Zukunft.

Es bleibt erst einmal ein Traum, da wir in dieser Sache noch einige Hürden nehmen müssen. Am 6. Oktober könnten wir dort einen Schritt weiter sein.“

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Erstellt:
18. September 2020, 04:25 Uhr
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