Papst Franziskus spricht zu Jugendlichen während seines Besuchs der St. Dionysius-Schule der Ursulinenschwestern. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Papst Franziskus spricht zu Jugendlichen während seines Besuchs der St. Dionysius-Schule der Ursulinenschwestern. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Rom 06.12.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Papst fordert EU zu besserer Verteilung von Migranten auf

 - Papst Franziskus hat die EU zu einer besseren Verteilung von Migranten in Europa aufgefordert. Jedes Land habe Kapazitäten für die Aufnahme der Menschen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Montag auf dem Rückflug von seiner Reise nach Zypern und Griechenland.

„Die Regierungen wissen, wie viele sie aufnehmen können. Die Migranten müssen aufgenommen, begleitet, gefördert und integriert werden“, betonte der Pontifex. „Und wenn eine Regierung das nicht machen kann, dass muss sie mit anderen sprechen, damit die sich kümmern.“

Franziskus hatte sich in Zypern und Griechenland mit Migranten getroffen, auf Lesbos besuchte er ein Aufnahmelager. Schon dort kritisierte er, dass etwa die Griechen mit dem Problem allein gelassen werden.

Angesprochen auf die Krise in Belarus kritisierte der Papst erneut die Abwehr von Flüchtlingen durch viele Staaten. „Heutzutage ist es ja Mode, Mauern und Stacheldraht aufzustellen“, sagte der 84-Jährige. Er mahnte zu einer Besinnung auf die eigene Historie. „Wer Mauern aufbaut, der verliert den Sinn für seine eigene Geschichte.“

Schlimm sei zudem, dass Migranten oft auf ihrer Flucht - etwa aus Libyen - abgefangen und zurückgeschickt würden, ohne dass man sich um sie kümmere. „Wenn ich jemanden zurückschicke, dann muss ich ihn begleiten und in seinem Land integrieren. Ich kann ihn nicht an der libyschen Küsten zurücklassen. Das ist eine Grausamkeit.“

© dpa-infocom, dpa:211206-99-277727/2

Papst-Botschaft zu Migration

Papst-Gruß an Zypern und Griechenland

EU-Statistik zu Asyl-Erstanträgen

Karte des geteilten Zyperns

Kirchen-Daten zu Zypern und Griechenland

Programm der Reise auf Plattform Vatican News

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Erstellt:
6. Dezember 2021, 14:41 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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