Kleine Bitte: lassen Sie ihren Mitmenschen ein paar Rollen Klopapier übrig. Foto: tesphoto - stock.adobe.com

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Landkreis 17.03.2020 Von Holger Lachnit

Paranoia im Supermarkt

Guten Tag!

Es ist höchste Zeit, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Erstens: Das Coronavirus geht in den seltensten Fällen mit Durchfall einher. Deshalb muss niemand Toilettenpapier hamstern!

Zweitens: Die Einnahme von Mehl und Milch hilft nicht gegen das Virus. Deshalb gibt es auch keinen Grund, die Regale leerzukaufen!

Was sich derzeit in den Kreis-Nienburger Supermärkten abspielt, ist absurd und paranoid. Toilettenpapier ist ausverkauft! Was soll dass denn, bitteschön? Welche Geisteshaltung steht hinter dem Verhalten, Klopapier zu hamstern? Wenn die Welt schon untergeht, dann will ich wenigstens meinem Hintern etwas Gutes tun?

Und was soll der Quatsch mit dem Mehl? Haben plötzlich alle ihre Liebe zum Brotbacken entdeckt? Wenn das so ist, warum gibt es dann noch Hefe? Wofür gibt es denn die Bäckereien? Und warum, um Himmelswillen, wird H-Milch gehortet und nicht Mineralwasser, was doch viel sinnvoller wäre?

Fragen über Fragen zu aktuell häufigen Verhaltensauffälligkeiten, die sich mit gesundem Menschenverstand nur schwer beantworten lassen.

Deshalb meine dringende Bitte an Sie, liebe Leserinnen und Leser der Heimatzeitung: Wenn Sie das nächste Mal beim Einkaufen sind und hoffentlich wieder Toilettenpapier, Mehl oder Milch im Regal sehen sollten, widerstehen Sie der Versuchung.

Seien Sie solidarisch und kaufen Sie nur die Mengen, die sie tatsächlich in den nächsten Tagen benötigen. Wenn sich jede(r) daran hält, wird es keine Lieferengpässe mehr geben und es ist genug für alle da.

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Erstellt:
17. März 2020, 08:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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