Das Bild zeigt einen Partnerschaftsgottesdienst aus dem Jahr 2015, an dem Nienburgs Superintendent Martin Lechler am Gottesdienst im südafrikanischen Pretoria teilnahm. Partnerausschüsse

Das Bild zeigt einen Partnerschaftsgottesdienst aus dem Jahr 2015, an dem Nienburgs Superintendent Martin Lechler am Gottesdienst im südafrikanischen Pretoria teilnahm. Partnerausschüsse

Marklohe 18.10.2018 Von Die Harke

Partnerschaftsgottesdienst am Sonntag in Marklohe

Kirchenkreise Nienburg und Pretoria (Südafrika) sind seit 1979 verbunden

Am Sonntag, 21. Oktober, findet um 10 Uhr in der St. Clemens- und Romanus-Kirche in Marklohe ein Partnerschaftsgottesdienst statt. Mitglieder des Partnerschaftsausschusses und Superintendent Martin Lechler gestalten ihn. Die Predigt wird gehalten von Pastor Michael Schultheiß. Er ist Referent für globale, kulturelle und ökumenische Zusammenarbeit mit Südafrika im Evangelisch-lutherischen Missionswerk Niedersachsen in Hermannsburg. Jedes Jahr im Oktober findet in einer Gemeinde des Kirchenkreises Nienburg ein Partnerschaftsgottesdienst statt. Die Partnerschaft zum Kirchenkreis Pretoria in Südafrika besteht seit 1979, fast 40 Jahre also. Die Partnerschaft wurde zu Zeiten der Apartheid gegründet, und der Dean Emmanuel Mutshekwane und Pastor Piehl unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag. Es war ein ausdrückliches Anliegen der Nienburger, mit der Partnerschaft zu einem Kirchenkreis der ELCSA (Evangelical Lutheran Church in South Africa) ein Zeichen zu setzen.

Die Mitglieder der ELCSA waren die schwarzen Gemeinden, deren Angehörige in ihrem Alltag ununterbrochen auf Grund ihrer Hautfarbe diskriminiert wurden. Diese Menschen hatten keinen Zugang zu Wohlstand und Bildung, sie bekamen bestimmte Wohnbereiche zugewiesen und durften Gebiete der Weißen nicht betreten. Die Gründer und Gründerinnen der Kirchenpartnerschaft wollten den schwarzen Menschen in Südafrika zeigen: „Für uns seid ihr gleichwertige und gleichberechtigte Menschen“, schreibt Heike Köster im Auftrag des Partnerausschusses Pretoria.

So sei eine Verbindung entstanden, die seit vielen Jahren hält. Die gegenseitigen Besuche sind dabei nicht einfach exotische Urlaubsreisen. „Obwohl es natürlich immer auch spannend ist, an das andere Ende der Welt zu reisen. Aber die Reisen der Südafrikaner nach Nienburg und der Nienburger nach Pretoria haben einen viel tieferen Sinn: voneinander zu lernen und einander zu stützen.“ Zum Glück sei die Apartheid vorbei, trotzdem kämpften die Menschen in Südafrika mit den Folgen der menschenverachtenden Politik.

„Und auch in Nienburg leben wir nicht in einer sorgenfreien Welt. Ein Blick über den Tellerrand hinaus kann beiden Seiten neue Perspektiven eröffnen – und das Vorbild des gelebten Glaubens der Menschen in den Gemeinden Pretorias ermutigt und steckt an.“

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Erstellt:
18. Oktober 2018, 21:00 Uhr
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