Gleich mehrere Einsätze gab es für die Polizei wegen Corona-Verstößen im Südkreis. Foto: stock.adobe.com

Gleich mehrere Einsätze gab es für die Polizei wegen Corona-Verstößen im Südkreis. Foto: stock.adobe.com

Nienburg 29.03.2021 Von Holger Lachnit

Partys sind unverantwortlich

Die Menschen aus dem Süden des Landkreises Nienburg scheinen ein feierwütiges Volk zu sein – und ein aufmerksames: Gleich mehrfach musste die Polizei Stolzenau am Wochenende illegale Partys unterbinden, die von Nachbarn oder anderen Zeugen angezeigt worden waren.

Angesichts stetig steigender Infektionszahlen im Landkreis ist es unverantwortlich, die Corona-Verordnung zu ignorieren. Und es richtig, dass die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Allerdings stimmt es mich bedenklich, dass wir offenbar schon so weit gekommen sind, dass gleich die Polizei gerufen wird, wenn der Nachbar eine Dummheit macht. Das persönliche Gespräch am Morgen nach der Party wäre vielleicht ein besserer Weg als eine Anzeige. Schließlich ist bei den Treffen niemand gefährdet worden – außer den Teilnehmern an den illegalen Partys.

Was noch bedenklicher stimmt, ist allerdings das fehlendende Unrechtsbewusstsein einiger Feiernder. Es musst doch inzwischen auch dem Letzten klar sein, dass wir es mit einer lebensbedrohlichen Krankheit zu tun haben: Im Landkreis Nienburg sind leider bereits 142 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Das sind fünf Prozent aller Infizierten.

Gerade angesichts der bevorstehenden Ostertage bleibt wieder der Appell, alle Kontakte auf das absolute Minium zu reduzieren. Anderenfalls bekommen wir die Quittung in Form von dramatisch steigenden Infektionszahlen.

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Erstellt:
29. März 2021, 18:30 Uhr
Lesedauer:
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Rita Branding 30.03.202109:37 Uhr

Anregung von Rita Branding. Ja, grundsätzlich haben sie mit dem Aufruf recht, erst zu reden und erst später die Polizei zu rufen. Die Überschrift genau neben der Kolumne passt dann auch gut. Man weiß, wo es sich zu reden lohnt. Allerdings ist das Reden nach der Party zu spät. Mögliches Infizieren durch längeren Aufenthalt mit mehreren Personen in ungenügend gelüfteten Räumen sind bekannt. Gefährdet sind nicht nur die teilnehmenden Personen, sondern auch alle Kontakte in deren Umfeld, da oft genug die Kontaktkette nicht mehr nachvollzogen werden kann. Vielleicht bin ich als Arbeitnehmer in Gesundheitswesen da sehr empfindlich, trotzdem bitte ich sie, bei weiteren Kolumnen ihre Aussagen den nachgewiesenen Fakten anzupassen. Ich bitte , diese Zeilen als Anregung zu verstehen. Es gibt noch so viele Menschen, die alles glauben, " weil es in der Zeitung steht".
Dies ist kein Leserbrief, der veröffentlicht werden darf.
mit freundlichen Grüßen

Dieter Bückman 02.04.202112:57 Uhr

Diese "Blockwartmenthalität" kommt tatsächlich wieder zum Vorschein. Hatten wir alles schon 2 mal und nun zum dritten?
Wie war das noch in der Volksschule? Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant - so wurde uns gelehrt - und die 3 hervorstechendsten Eigenschaften dieses tumben Stimmvieh`s bleiben nach wie vor erhalten.
Dummheit, Neid und Gier.
Was ist aus diesem schönen Land geworden? Inzwischen werden wir von Politikern beherrscht, welche teilweise so durchverblödet sind, das es eigentlich weh tun müsste.
Ihr habt diese Nieten gewählt und habt genau das bekommen, was ihr bestellt habt.


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