Vorsitzender Dieter Beimoor (links) mit den geehrten Mitgliedern des SoVD-Ortsverbandes Diepenau. Rösener

Vorsitzender Dieter Beimoor (links) mit den geehrten Mitgliedern des SoVD-Ortsverbandes Diepenau. Rösener

Diepenau/Lavelsloh 18.05.2018 Von Die Harke

„Passgenaue Angebote“ passen eben nicht

SoVD Diepenau fordert mehr Unterstützung für Langzeitarbeitslose, Ältere und Gehandicapte

Mehr als 40 Mitglieder des Ortsverband Diepenau im Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßte Vorsitzender Dieter Beimoor zur jüngsten Mitgliederversammlung. Er berichtete von 20 Neuaufnahmen und sechs Austritten, weshalb der Ortsverband nunmehr 177 Mitglieder stark ist. Mit Urkunde und Treuenadel wurde für 25-jährige Mitgliedschaft Hans-Dieter Bistan geehrt. Eine Ehrung für zehnjährige Mitgliedschaft erhielten Wilfried und Marita Harting, Friedhelm und Jutta Köhring, Andreas und Karola Buschmann, Inge Exner, Helmut und Erika Möhring, Siegfried und Regina Herbst, Dieter Heidmann, Wilfried und Waltraud Gosewehr sowie Michael und Heike Minkner.

Der neue 2. Vorsitzende Jürgen Rösener, der auch Mitglied im Sozialpolitischen Ausschuss (SPA) des Kreisverbandes ist, machte deutlich, dass der SoVD nicht – wie oft angenommen – „nur für ältere Menschen da ist“: „Der SoVD kümmert sich um Menschen aller Altersschichten und deren Probleme im sozialen Bereich und vertritt sie gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten.“ Besonders im Bereich der Beschäftigungssituation auf dem Arbeitsmarkt gebe es noch viel zu tun aufgrund „der mangelnden Bereitschaft von Betrieben im Landkreis, sowohl Langzeitarbeitslose wie auch Menschen mit Handicap zu beschäftigen“: „Hier muss Abhilfe geschaffen werden“, forderte Rösener.

„Für immer mehr Menschen ist eine existenzsichernde Vollzeitbeschäftigung in weite Ferne gerückt. Besonders schwer haben es Langzeitarbeitslose und die über 50-jährigen Arbeitssuchenden. Die Beschäftigungssituation dieser älteren Arbeitnehmer ist nach wie vor unbefriedigend, denn weniger als zehn Prozent der 64-Jährigen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.“

Die in Publikationen der Arbeitsagentur gern genannten „passgenauen Angebote“ zur Vermittlung von Menschen mit Behinderung seien ungenügend oder sogar teilweise schlicht nicht vorhanden. „Menschen mit Behinderung sind von Arbeitslosigkeit in besonderem Maße betroffen. Hier muss beobachtet werden, ob die Beratung durch qualifizierte Personen im Jobcenter durchgeführt wird“, schloss Rösener seine Ausführungen.

Aufmerksam machen möchte der Ortsverband Diepenau auf die Möglichkeit einer Begleitung durch den SoVD, dies gelte insbesondere bei Problemen mit Behörden. Im juristischen Jargon nennen sich die Begleitpersonen Beistände und können in Anspruch genommen werden, ohne dass sie von der jeweiligen Behörde zugelassen werden müssen. Die Begleitung beim Amt ist praktizierte Solidarität im Alltag und soll dem Betroffenen helfen, den Vertretern der Behörde gleichberechtigt gegenüber zu treten.

Die Diepenauer wählten bei der jüngsten Versammlung einen neuen Vorstand; Detlef Klußmann als Mitglied des SoVD-Kreisverbandes Nienburg leitete die Wahl. Beimoor wurde als 1. Vorsitzender bestätigt. Zum neuen 2. Vorsitzenden und außerdem zum Schriftführer wurde Jürgen Rösener gewählt. Schatzmeisterin bleibt Ingrid Rennegabe, Frauensprecherin ist Antje Rösener. Beisitzer sind Annegret Klasing und Erna Eisberg. Das Amt der Revisoren bekleiden Renate Becker, Dieter Rennegabe und Wilfried Verbarg. Delegierte für die Kreisverbandstagung im Oktober wurden Dieter Rennegabe, Wilfried Verbarg und Wilfried Gosewehr.

Neue Mitstreiter gesucht!

Sozialpolitik in der Kommune und im Landkreis Nienburg mit zu gestalten ist eine Schwerpunktaufgabe des SoVD. Die Ortsverbände greifen sozialpolitische Themen auf und bringen sie in die Politik bzw. die Verwaltung der Städte und Gemeinden ein. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben wurde der überparteiliche sozialpolitische Ausschuss auf Kreisebene gegründet. Dieser Ausschuss soll konkrete Forderungen zu sozialpolitischen Themen entwickeln, so etwa zu Mobilität auf dem Lande für Senioren, für jüngere Mütter oder Menschen mit Behinderung oder zu den Themen Altersarmut und ALG-II-Empfänger. Der Ortsverband Diepenau ruft daher die Einwohner in der Gemeinde auf, sich zu diesen und Themen, die sie persönlich bewegen, an den Vorstand des SoVD-Ortsverbandes zu wenden.

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Erstellt:
18. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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