Pastor Mathias Hartewieg ist 100 Tage im Amt. Foto: Kirchengemeinde Bruchhausen-Vilsen

Pastor Mathias Hartewieg ist 100 Tage im Amt. Foto: Kirchengemeinde Bruchhausen-Vilsen

Bruchhausen-Vilsen 02.03.2021 Von Die Harke

Pastor Mathias Hartewieg kündigt Urlaub und Elternzeit an

Warten auf das Baby

Im November hat Mathias Hartewieg seinen Dienst als Pastor in der Kirchengemeinde Bruchhausen-Vilsen angetreten. Seit etwas mehr als 100 Tagen ist er nun im Amt. Zeit, um eine Bilanz zu ziehen? Nicht wirklich. Mathias Hartewieg blickt eher nach vorn als zurück.

Der Blick nach vorn gilt nach Mitteilung der Kirchengemeinde vor allem der Geburt des ersten Kindes, das seine Frau Cynthia und er in den nächsten Tagen erwarten. „Die Taschen sind gepackt, wir sind so vorbereitet, wie man sich eben vorbereiten kann – also gar nicht“, sagt Mathias Hartewieg, der nach dem Ende seines Vikariats im Juni eigentlich eine Doktorarbeit schreiben wollte. „Das war so eine Phase“, erinnert sich Mathias Hartewig, „ich habe ein Thema gesucht, mich mit Professoren getroffen“. Doch dann kam es anders: „Ende August habe ich entschieden, dass das doch gerade nicht drin ist. Da war das Kind schon auf dem Weg, und ich hatte mehr Lust auf Gemeindearbeit, statt so viel theoretisch über Kirche nachzudenken.“

Somit stand für den 30-Jährigen fortan der Wunsch im Vordergrund, sich in das pralle Leben stürzen zu wollen und nicht für die nächsten drei Jahre am Schreibtisch zu sitzen, um an der Doktorarbeit zu arbeiten. Und dann ging alles ganz schnell: Nach der ersten Kontaktaufnahme mit der Kirche, kam am 1. September inoffiziell die Nachricht, es könne Bruchhausen-Vilsen werden. Und das sei es auch geworden, freut sich Mathias Hartewieg. „Mein Traum war es schon immer, in eine lebendige Kirchengemeinde zu kommen. Das ist hier der Fall. Es gibt viele, die sich aktiv in das Gemeindeleben einbringen.“ Dennoch wirkten sich die Corona-Pandemie und der Lockdown massiv auf diesen Traum aus.

Der junge Pastor bleibe trotz aller Einschränkungen optimistisch: „Wir machen das Beste draus. Auch wenn wir einen Großteil der Arbeit mit Krisenmanagement verbringen – das wird sich wieder ändern“, blickt Mathias Hartewieg nach vorn. Für die Zukunft habe er schon so einige Ideen, auf die sich seine Gemeinde freuen könne. Bis zur Umsetzung würden sich die Menschen in Bruchhausen-Vilsen allerdings noch gedulden müssen – wenn das Baby erst einmal auf der Welt ist, verabschiedet sich Mathias Hartewieg in den Urlaub und später dann noch in Elternzeit. Aber er komme wieder, keine Frage.

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Erstellt:
2. März 2021, 20:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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