04.11.2012

Pauschale Erziehunsgtipps gibt es nicht

40 Jahre Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern/Einst zwei, heute sieben Mitarbeiter

Die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Nienburg feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Was mit zunächst zwei Vollzeitstellen begann, ist heute ein Stab von insgesamt sieben Kolleginnen und Kollegen. Sie stehen Ratsuchenden für Fragen rund um das Thema Erziehung sowie Sexueller Missbrauch zur Verfügung – seit Oktober mit einem zusätzlichen Termin für die Offene Sprechstunde immer donnerstags von 15 bis 17 Uhr.

„Pauschale Erziehungstipps gibt es in der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern nicht, ebenso wenig ein Handbuch zum Umgang mit den Eltern“, erläutert Catherinne Tannahill, Fachdienstleiterin der Beratungsstelle. Bei der Erziehungsberatung erhielten die Ratsuchende vielmehr eine individuelle, auf ihre persönliche Situation zugeschnittene Unterstützung. Einen grundsätzlichen Rat geben sie jedoch: „Holen Sie sich frühzeitig Hilfe. Speziell Kinder und Jugendliche erhalten bei uns immer sehr kurzfristig einen Termin“, so die Fachdienstleiterin.

Gerade für die Jugendlichen unter den Ratsuchenden kann die Ausweitung der Offenen Sprechstunde, die jetzt auch am Nachmittag liegt, hilfreich sein. Sie kann grundsätzlich ohne vorherige Terminabsprache genutzt werden und ermöglicht eine erste Kurzberatung, immer dienstags zwischen 9 und 11 Uhr und ab sofort auch donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr. Schüler können für ein Gespräch am Vormittag aber auf Wunsch auch eine Schulbescheinigung erhalten. Darüber hinaus gibt es Termine nach Absprache in Stolzenau und in Hoya.

Laut Erfahrung des Beratungsteams nehmen besonders häufig Alleinerziehende und Eltern in Trennungssituationen das Beratungsangebot wahr. Sie möchten über die negativen Auswirkungen problematischer Familienverhältnisse auf ihre Kinder sprechen und sich gegebenenfalls umfassendere Hilfe empfehlen lassen. Weitere Schwerpunkte bei der Beratung sind Zeugnissorgen sowie Fragen zu übermäßigem Medienkonsum. Er kann bei Kindern und Jugendlichen zu Problemen in Schule und Familie führen. Die Beratungen sind stets kostenfrei und selbstverständlich vertraulich.

Das Angebot richtet sich im Übrigen nicht nur an betroffene Kinder, Jugendliche und Eltern, sondern auch an Fachkräfte aus Institutionen wie Kindertageseinrichtungen und Schulen. Der Fachdienst unterstützt bei der Durchführung von Elternabenden und bietet Gruppenangebote für Eltern, Kinder und Jugendliche zu pädagogischen Themen an.

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Erstellt:
4. November 2012, 00:00 Uhr
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