Der Bezahldienst Paypal ist im Grunde ein sicheres Bezahlmittel, es sei denn, man geht zu sorglos mit den Daten um. Foto: Goodpics - stock.adobe.com

Der Bezahldienst Paypal ist im Grunde ein sicheres Bezahlmittel, es sei denn, man geht zu sorglos mit den Daten um. Foto: Goodpics - stock.adobe.com

Hoya 18.01.2021 Von Die Harke

PayPal-Betrug per Telefon

Hoyaerin gibt den Telefon-Code heraus – fatalerweise

„Ich habe Interesse an ihren Pullovern und möchte diese kaufen.“ So oder so ähnlich begann das Telefonat, dass die geschädigte Verkäuferin aus Hoya kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr entgegennahm.

Die Verkäuferin war gerade dabei, „aussortierte“ Pullover bei einer Onlineverkaufsplattform einzustellen, als ein Anruf bei ihr einging, in dem eine Frau Interesse an diesen Pullovern bekundete. Die Bezahlung sollte über PayPal erfolgen und alles schien perfekt.

Die Verkäuferin wunderte sich noch, dass es hinsichtlich der angegebenen Versandkosten überhaupt keine Diskussion gegeben hat. Also gab sie ihre PayPal-Adresse heraus und wunderte sich nicht, als die Käuferin nach dem Code fragte, der zwecks Verifizierung soeben auf dem Handy der Verkäuferin eingegangen war. Die Nordkreislerin gab den Code weiter, ohne sich darüber weitere Gedanken zu machen.

Nach Beendigung des Telefonates erhielt die Verkäuferin eine E-Mail, dass die PayPal Zahlung in Höhe von 250 Euro erfolgreich war. Das machte sie stutzig – sie wollte sich bei PayPal anmelden. Das misslang, da sie ein falsches Passwort eingegeben habe.

Die mutmaßliche Käuferin hat auf der PayPal-Anmeldeseite die E-Mail-Adresse der Verkäuferin eingegeben und „Passwort vergessen“ angeklickt. Nun wurde ein Code an die hinterlegte Handynummer der Hoyaerin versandt, um den Account wieder freizuschalten. Diesen gab die Verkäuferin unwissentlich weiter. Die mutmaßliche Käuferin konnte sich mit diesen Daten der Verkäuferin bei PayPal anmelden und Transaktionen durchführen.

Glück im Unglück: Der Online-Bezahldienst PayPal konnte die unrechtmäßige Transaktion rückgängig machen, sodass der Verkäuferin kein Vermögensschaden entstanden ist.

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Erstellt:
18. Januar 2021, 11:53 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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