Heidi Reckleben-Meyer DH

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Perfektes Fest?

Weihnachtsvorbereitungen

„Schatz, wir sollten dieses Mal den Weihnachtsbaum früher aufbauen“, versucht sie möglichst vorwurfslos in Richtung ihres Gatten einen ersten Vorstoß. Der schaut nur kurz von der Harke hoch und brummt eine Zustimmung. „Manche erledigen das schon ein oder zwei Tage vor Heiligabend“, unternimmt sie einen weiteren Versuch.

In diesem Jahr möchte sie – auch weil beide noch am Vormittag des Heiligabend arbeiten müssen – nicht hetzen müssen. Der Baum soll fertig geschmückt in der Stube stehen und bereits seinen herrlichen Duft verbreiten. Die Lichterkette soll vorher auf kaputte „Kerzen“ geprüft und der Weihnachtsständer schon seinen „Stresstest“ bestanden haben.

Und während sie zusammensitzen und die notwendigen Schritte dafür planen, erinnern sie sich gemeinsam an so manche Weihnachtspanne – und lachen über das Fest, bei dem die Lichterkette ihren Dienst versagte, oder auch über das Fest, bei dem der Weihnachtsbaumständer pünktlich nach Ladenschluss den Baum nicht mehr halten wollte – und vom großen Gipsbottich bis hin zur Deckenbefestigung vieles über die Weihnachtstage ausprobiert werden konnte, was weder den Weihnachtsbaum noch die Schwerkraft nachhaltig beeindruckt hatte. Von den „perfekteren“ Weihnachtsfesten dazwischen haben die beiden kaum mehr Bilder vor Augen.

Falls Weihnachten 2011 also in die „falsche“ Kategorie rutschen sollte, bleibt der Trost, dass es damit „unvergesslich“ sein wird – und irgendwann kann man auch darüber lachen.

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Erstellt:
20. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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