Personal fehlt für Digitalisierung

Personal fehlt für Digitalisierung

Matthias Brosch DH

Bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten für die Oberstufe der Integrierten Gesamtschule des Landkreises in Nienburg hat Landrat Detlev Kohlmeier über Herausforderungen berichtet. Dabei ging der Verwaltungschef auf die Digitalisierung ein. Es freue ihn, dass der Bund und das Land Niedersachsen dafür die finanziellen Mittel angekündigt hätten. 6,7 Millionen Euro sollen allein in den Landkreis Nienburg fließen. Für jede öffentliche Einrichtung mit wenigstens 60 Schülern und Schülerinnen ist ein Sockelbetrag von 30.000 Euro aus dem sogenannten Digitalpakt Schule vorgesehen.

In diesem Zusammenhang bereitet es Kohlmeier große Sorge, dass die dafür nötigen Fachkräfte schwer zu finden sind. Es wären im Hinblick auf das gerade kreisweit erarbeitete Medienkonzept sogar noch mehr Arbeitsplätze in diesem Bereich möglich und nötig, führte der Landrat weiter aus, aber der Landkreis habe bereits aktuell Schwierigkeiten, seine zwei offenen Stellen für IT-Systemadministratoren zu besetzen.

Dabei gehört die Kreisverwaltung zu den größten Arbeitgebern in der näheren Umgebung. Die Bewerbungsfrist für die beiden unbefristeten Vollzeitstellen mit 39 Wochenstunden läuft im Übrigen noch bis Monatsende.

Geld und Wille sind da, aber kein Personal vorhanden – diese Konstellation hat bereits die gewünschte Inklusion verlangsamt. Immerhin, das ist positiv am Digitalpakt: Die Schulträger dürfen mit den Mitteln neben der technischen Ausstattung auch ins Personal investieren.