Am Mittwoch, 24. April, hat der NABU Nienburg den Gärtner- und Imkermeister Bernhard Jaesch von der Gärtnerei Immengarten in Bennigsen als Referenten nach Nienburg  geladen. NABU Nienburg

Am Mittwoch, 24. April, hat der NABU Nienburg den Gärtner- und Imkermeister Bernhard Jaesch von der Gärtnerei Immengarten in Bennigsen als Referenten nach Nienburg geladen. NABU Nienburg

Nienburg 21.04.2019 Von Die Harke

Pflanzen für lebendige Gärten

Insektenfreundliche Gärten und Kommunen: NABU lädt zu Vortrag und Pflanzenverkauf ein

Am Mittwoch, 24. April, hat der NABU Nienburg den Gärtner- und Imkermeister Bernhard Jaesch von der Gärtnerei Immengarten in Bennigsen als Referenten nach Nienburg ins Naturfreundehaus, Luise-Wyneken-Straße 4, geladen. Bernhard Jaesch wird ab 18 Uhr Pflanzen aus seinem Sortiment zum Kauf anbieten und ab 19.30 Uhr in seinem Vortrag über Artenvielfalt im Garten berichten. Er wird Ideen vorstellen, die jeder auch in seinem noch so kleinen Garten oder sogar auf dem Balkon und der Terrasse in die Tat umsetzen kann.

„Es ist inzwischen bekannt, dass unsere Insektenwelt in den letzten Jahren immer mehr unter Nahrungsmangel leidet – insbesondere Insekten, die auf Nektar und Pollen angewiesen sind wie zum Beispiel Wildbienen, Hummeln, Honigbienen, Schwebfliegen, Tag- und Nachtfalter und noch viele mehr. Was nützt dem Tagfalter die Brennnessel als Nahrung für seine Raupen, wenn er als Schmetterling keine Nektarpflanzen mehr findet und verhungert, bevor er sich vermehren kann“, so Nienburgs NABU-Vorsitzender Jens Rösler.

Weiter heißt es: Und so geht es vielen Insekten, die wiederum Nahrung einiger Vogelarten sind. Auf diesem Wege setzt sich das Problem dann in der Nahrungskette fort. Hier kann jeder, aber auch wirklich jeder etwas dagegen unternehmen, wenn er die richtigen Pflanzen am richtigen Standort platziert.

Bernhard Jaesch beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit diesem Thema und vermehrt inzwischen viele besonders insektenfreundliche Pflanzenarten, insbesondere Bäume und Sträucher. So blüht es in seinem Naturgarten von Januar bis Dezember. Herr Jaesch verwendet für lebendige Gärten Pflanzen aus aller Welt.

Als Beispiel kann jeder auf dem Balkon verschiedene Thymian-Arten in Kübeln und Kästen halten. Diese Pflanzen bringen Leben heran und können zusätzlich in der Küche verwertet werden. Hat man etwas mehr Platz, lässt sich das bis ca. 2,5 Meter hohe Winter-Duftgeißblatt ebenfalls im Kübel halten, da es absolut kälteresistent ist.

Außerdem zu empfehlen ist der Faulbaum (Rhamnus frangula) aus Europa. Er dient als Nahrungspflanze für Schmetterlingsraupen und Vögel. Bei diesem Gehölz sollte man die Früchte den Vögeln überlassen, da man als Mensch davon Bauchschmerzen bekommen kann.

Abschließend schreibt der NABU: „Wenn man sich gerade in Neubaugebieten neue Gärten anschaut, kann man nur sagen, dass diese pflegeleicht entsorgt sind. Kahlgeschorener Rasen ohne jegliche Blüten, regelmäßig in Form geschnittene Hecken aus Thuja und eine Hand voll rundgeschnittene Gehölze, sowie inzwischen auch noch mit Schotter zugeschüttete Vorgärten….Wenn man bedenkt wie viel Energie aufgebracht wird, um den Rasen, die akkurat geschnittenen Hecken und Gehölze so zu trimmen, so hätte man es mit einem blühenden, bunten Naturgarten um einiges einfacher: weniger Arbeit und viel Freude an der reichhaltigen Natur. Die Pflanzen im Naturgarten können artgerecht wachsen und Eingriffe erfolgen nur, wenn es nötig ist.“

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Erstellt:
21. April 2019, 18:30 Uhr
Lesedauer:
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