Die Referenten der Pflanzenschutztagung der Landwirtschaftskammer in Liebenau. 
 Landwirtschaftskammer

Die Referenten der Pflanzenschutztagung der Landwirtschaftskammer in Liebenau. Landwirtschaftskammer

Liebenau 14.02.2017 Von Die Harke

Pflanzenschutz: Umwelt im Blick

Fachtagung der Landwirtschaftskammer in Liebenau

Bienen-, Umweltschutz und der verantwortliche Umgang mit der Ressource Boden waren neben der Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und sinnvollem Pflanzenschutz die Themen der Pflanzenschutzfachtagung der Landwirtschaftskammer in Liebenau. Nachdem Kreislandwirt [DATENBANK=2102]Tobias Göckeritz[/DATENBANK] die Veranstaltung eröffnet hatte, referierte Dr. Joachim Wendt, Leiter des Pflanzenschutzamtes der Bezirksstelle Nienburg, über Ergebnisse zur Pilzbekämpfung in Wintergetreide in 2016. „Die Pflanzenschutzmaßnahmen in Getreide auf das notwendige Maß zu begrenzen ist durch Anwendung des Integrierten Pflanzenschutzes gut möglich“, teilt die Landwirtschaftskammer mit: „Hierzu sollten nach Aussage des Referenten gesunde Getreidesorten angebaut werden, die Einarbeitung der Ernterückstände sorgfältig erfolgen und der Saattermin nicht zu früh gewählt werden.“

Im Anschluss berichtete der Sachgebietsleiter im Pflanzenschutzamt Hannover, Dr. Stefan Lamprecht, über das neue Pflanzenschutzgesetz. In seinem Fachvortrag hob er die konsequente Einhaltung der Bienenschutzverordnung, der Gewässerabstandsauflagen und des Verbots von Pflanzenschutzmitteln auf Nichtkulturland hervor. „Grundsätzlich gilt, dass die Anwendung des chemischen Pflanzenschutzes auf das notwendige Maß beschränkt sein sollte“, heißt es seitens der Kammer.

Der Pflanzenschutzfachberater Dirk Mußmann erläuterte Maßnahmen zum gezielten Pflanzenschutz in Getreide. Dabei zeigte er Möglichkeiten zur Kontrolle von Pilzkrankheiten und zur Regulierung von Ackerungräsern und -unkräutern sowie zur Erhaltung der Standfestigkeit im Getreideanbau auf.

Während sich Manfred Kettel mit dem Pflanzenschutz im Rapsanbau auseinandersetzte, richtete Lüder Cordes den Fokus auf den Mais. Beide Referenten stellten gezielte Maßnahmen zur Unkrautregulierung und Gesunderhaltung der Pflanzen auch Ergebnisse aus dem Versuchswesen der Landwirtschaftskammer zum Pflanzenanbau und -schutz vor. Grundlage für einen erfolgreichen und gesunden Anbau von Ackerfrüchten sei neben einer guten Bodenbearbeitung und ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen eine abwechslungsreiche Fruchtfolge sowie die Sortenwahl bei den Kulturen.

Zum Artikel

Erstellt:
14. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.