Sabine Lüers-Grulke DH

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„Plaggenesch“

Boden des Jahres

Wer weiß etwas mit dem Namen „Plaggenesch“ anzufangen? Die Straßennamen „Am Esch“ in Marklohe und „Auf dem Esch“ in Diepenau erinnern noch daran: Dort war ortsnah ein Plaggeneschboden vorhanden, der heute oft durch Überbauung verschwunden ist.

Diese Art von Boden ist durch Menschenhand entstanden: Vor etwa 1000 Jahren wurde in Norddeutschland damit begonnen, nährstoffarme Sandböden durch das Aufbringen von flach abgehackten Heide- und Grasplaggen sowie Stallmist fruchtbarer zu machen, um ihn anschließend beackern zu können. Seit den 1930er Jahren gehört die Plaggenwirtschaft jedoch der Vergangenheit an. Mit dem Aufkommen künstlichen Mineraldüngers wurde die arbeitsintensive Plaggendüngung überflüssig.

Gestern nun hat das „Kuratorium Boden des Jahres“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident David McAllister in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin ihn als „Deutschlands Boden des Jahres 2013“ ausgerufen. Wer sich näher informieren möchte, kann dazu eine Wanderausstellung besuchen, die bis zum 7. Januar im Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Stilleweg 2 in Hannover gezeigt wird. Sabine Grulke

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Erstellt:
5. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 31sec

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