Beim Heimathaus am Zappenberg bedankte sich Bürgermeister Henning Olthage (höher stehend im Hintergrund) im Namen der Gemeinde Leese bei allen Freiwilligen für ihren Einsatz. Fotos: Glissmann

Beim Heimathaus am Zappenberg bedankte sich Bürgermeister Henning Olthage (höher stehend im Hintergrund) im Namen der Gemeinde Leese bei allen Freiwilligen für ihren Einsatz. Fotos: Glissmann

Leese 26.03.2020 Von Die Harke

Plastik, Glas und Reifen illegal entsorgt

Erste groß angelegte Müllsammel-Aktion in Leese war erfolgreich

Mit viel Freude und Einsatz waren mindestens 80 Personen vor den Einschränkungen wegen der Coronakrise zum ersten Leeser Umwelttag gekommen, um gemeinsam „Frühjahrsputz“ zu machen.

„Wir hatten maximal mit 50 Personen gerechnet“, sagte Chris Weug, Vorstandsmitglied des Heimatvereins und Mitinitiator der Müllsammelaktion. „Besonders die Kinder und Jugendlichen waren sehr fleißig“, betonte er.

Hauptorganisatoren waren neben Weug auch Sophie Olthage als Konfirmanden-Teamerin der Kirchengemeinde, die sich um die Werbung vorab gekümmert hatte und Raul Drechsler, der für die benötigten Fahrzeuge der „Leeser Treckerfreunde“ sorgte. Auch die Jagdgenossenschaft und der Anglerverein Nienbur,g Ortsgruppe Leese, waren an der Planung beteiligt.

„Mitgesammelt haben Leeser im Alter von fünf bis etwa 75 Jahren, ein Querschnitt der gesamten Leeser Bevölkerung. Selbst Pastor Julien Fuchs war mit seinen Konfirmandinnen und Konfirmanden dabei und manche Familien waren mit drei Generationen vertreten“, staunte Bürgermeister Henning Olthage. Auch eine Geocaching-Gruppe beteiligte sich an der Sammlung und holte den Cache, den Weugs Sohn Marcel aus Offenbach extra vor der Aktion am Heimathaus eingerichtet hatte.

Die „Leeser Treckerfreunde“ sorgten mit ihren Fahrzeugen für den Abtransport des gesammelten Mülls.

Die „Leeser Treckerfreunde“ sorgten mit ihren Fahrzeugen für den Abtransport des gesammelten Mülls.

Die Jagdpächter Frank Wallbaum und Hans-Georg Godau hatten schon vorab einen Teil des Mülls zusammen getragen und konnten durch ihre gute Ortskenntnis die Sammlergruppen gezielt an die am meisten betroffenen Stellen schicken.

Gesammelt wurde bei gutem Wetter im südlichen und westlichen Teil von Leese mit den Schwerpunkten im Bereich des Klärwerkes, am Angelsee, am Bahnhof, im „Schmiedebruch“ und auf der „Wulwe“. Sieben Trecker mit Anhänger waren im Einsatz, um den gesammelten Müll – es waren vier Anhänger mit jeweils 700 bis zu 850 Kilogramm – zur Entsorgung zur Raiffeisen-Genossenschaft zu bringen.

Neben viel Plastik, Glas und etlichen Reifen, von denen sieben offenbar erst kurz vor der Aktion illegal entsorgt worden waren, wurden auch einige ausgefallene Dinge gefunden: Zum Beispiel ein Fernseher, eine Kaffeemaschine, ein Schweinefutterautomat und sogar ein Heuwender. Der Heimatverein versorgte zum Abschluss die fleißigen Helfer mit Bratwurst, Pommes und Getränken, die Kosten dafür übernahm die Gemeinde Leese.

Die Organisatoren wurden mehrfach angesprochen, dass die Aktion „Gemeinsam für unsere Umwelt“ wiederholt und als fester Bestandteil im Jahreskalender der Dachorganisation Leeser Vereine aufgenommen werden soll.

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Erstellt:
26. März 2020, 17:07 Uhr
Lesedauer:
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