Im Landkreis ist noch Platz für zwölf Hausärzte, einen Kinderarzt und einen halben Augenarzt. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die die Kassenärztliche Vereinigung der HARKE am Sonntag übermittelt hat. Marco2811/Fotolia

Im Landkreis ist noch Platz für zwölf Hausärzte, einen Kinderarzt und einen halben Augenarzt. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die die Kassenärztliche Vereinigung der HARKE am Sonntag übermittelt hat. Marco2811/Fotolia

Landkreis 18.02.2017 Von Edda Hagebölling

Platz für 12 Haus- und 1,5 Fachärzte

Aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung / Bereich Stolzenau gut versorgt, Bereich Nienburg hat Bedarf

Im Landkreis Nienburg sind 12 Hausarzt- und 1,5 Facharztstellen frei. Die Region gilt damit jedoch nicht als unterversorgt. Das geht aus der aktuellen Stellungnahme hervor, die Detlef Haffke, Leiter der Stabsabteilung Kommunikation und Information bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), der HARKE am Sonntag übermittelt hat.

Zur konkreten aktuellen Situation im Landkreis Nienburg schreibt Detlef Haffke:

Für den hausärztlichen Versorgungsbereich ist der Landkreis Nienburg seit dem 1. Juli 2013 in folgende Bereiche aufgeteilt:

a) Nienburg mit den Gemeinden Balge, Bücken, Drakenburg, Eystrup, Gandesbergen, Hämelhausen, Haßbergen, Hassel, Heemsen, Hilgermissen, Hoya, Hoyerhagen, Marklohe, Nienburg, Rodewald, Rohrsen, Schweringen, Steimbke, Stöckse, Warpe und Wietzen.

Hier betreuen 38 (alt 35,5) Hausärzte 69.504 (alt: 68.092) Einwohner. Auf einen Hausarzt kommen 1 657 Personen, der Versorgungsgrad beträgt 89,7 Prozent (alt: 86,4 Prozent). Hier sind neun (alt zehn) weitere Neuniederlassungen möglich.

b) Stolzenau mit den Gemeinden Binnen, Diepenau, Estorf, Husum, Landesbergen, Leeswe, Liebenau, Linsburg, Pennigsehl, Raddestorf, Rehburg-Loccum, Steyerberg, Stolzenau, Uchte und Warmsen.

Hier betreuen 31,5 (alt: 33,5) Hausärzte 51 128 (alt: 51.756) Einwohner. Auf einen Hausarzt kommen 1 628 Personen, Versorgungsgrad beträgt 101,7 Prozent (alt: 106 Prozent). Hier sind drei (alt: 1,5) Neuniederlassungen möglich.

„Zusammengefasst bedeutet das: Der Bereich Nienburg hat einen Bedarf an weiteren neun Hausärzten. Der Bereich Stolzenau ist gut versorgt. Beide Bereiche sind nicht unterversorgt, jedenfalls nach der Definition der Bedarfsplanung“, so Detlef Haffke.

Weiter schreibt der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung:

Für den fachärztlichen Versorgungsbereich gilt der Landkreis Nienburg nach wie vor als ein Betrachtungsraum (Einwohnerzahl 120 632, alt: 119 848 ). Hier gelten folgende Zahlen:

  • Augenärzte: 6,5 / Versorgungsgrad 108,5, 0,5 Neuniederlassungen sind möglich (alt: 6 Augenärzte / Versorgungsgrad 102 Prozent / 0,5 Neuniederlassungen möglich).
  • Chirurgen: 4 / Versorgungsgrad 114,7 Prozent /keine Neuliederlassung möglich (alt 5 Chirurgen/Versorgungsgrad 157 Prozent / keine Neuniederlassungen möglich)
  • Frauenärzte: 11,5 / Versorgungsgrad 115,3 Prozent / keine Neuniederlassung möglich (alt: 10,5 Frauenärzte/ Versorgungsgrad 105 Prozent / 0,5 Neuniederlassungen möglich).
  • HNO-Ärzte: 5 / Versorgungsgrad 131,2 Prozent / keine Neuniederlassung möglich (alt 4,5 HNO-Ärzte/Versorgungsgrad 119 Prozent/ keine Neuniederlassungen möglich).
  • Hautärzte: 3,5 / Versorgungsgrad 115,3 Prozent / keine Neuniederlassung möglich (alt: 3,5 Hautärzte/Versorgungsgrad 116 Prozent/ keine Neuniederlassungen möglich)
  • Kinderärzte: 5 / Versorgungsgrad 95,1 Prozent / 1 Neuniederlassung möglich (alt: 5 Kinderärzte / Versorgungsgrad 94 Prozent / 1 Neuniederlassung möglich).
  • Nervenärzte: 4,5 / Versorgungsgrad 115,6 Prozent /keine Neuniederlassung möglich (alt: 4 Nervenärzte/Versorgungsgrad 104 Prozent/ eine Neuniederlassung möglich)
  • Orthopäden: 6 / Versorgungsgrad 117,4 Prozent /keine Neuniederlassung möglich (alt: 5 Orthopäden/Versorgungsgrad 99 Prozent/ eine Neuniederlassung möglich).
  • Psychotherapeuten: 24 / Versorgungsgrad 119,7 Prozent / keine Neuniederlassung möglich (alt: 21 ärztliche und psychotherapeutische Versorger / Versorgungsgrad 105 Prozent / eine Neuniederlassung möglich).
  • Urologen: 3 / Versorgungsgrad 114,6 Prozent /keine Neuniederlassung möglich ( alt: 3 Urologen /Versorgungsgrad 116 Prozent/ keine Neuniederlassungen möglich).

Dazu Detlef Haffke abschließend: „Zusammengefasst bedeuten diese Zahlen: Der Landkreis Nienburg ist mit Fachärzten gut versorgt. Es gibt nur 1,5 weitere Niederlassungsmöglichkeiten für Fachärzte.“

Zum Artikel

Erstellt:
18. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.