13.04.2014

Platz für 48 weitere Urnen

Auf dem Friedhof am Kräher Weg wurde der Bereich für die „Baumesruh“ erweitert

Nienburg. 2009 eingeführt, um dem Trend Rechnung zu tragen, dass sich immer mehr Menschen nach ihrem Tod verbrennen lassen wollen, wurde auf dem Friedhof „Kräher Weg“ jetzt der Bereich „Baumesruh“ erweitert. Friedhofs-Gärtner Volker Brinkmann und seine Kollegen Eberhard Reuner und Leo Kunath pflanzten am Mittwoch fünf neue stattliche Ginkgos. Die fünf Bäume bilden den Mittelpunkt für fünf neue Urnenfelder und damit Platz für 48 weitere Urnen. Die „Baumesruh“ gibt es auf dem städtischen Friedhof in zwei Varianten. Für etwa 2 000 Euro kann jeder die Urne seines Verstorbenen auf einer quadratischen, von einer Granitsteinkante eingefassten Grabanlage für insgesamt acht Personen bestatten lassen. Im Preis enthalten sind die Bepflanzung mit Bodendeckern und „Blumen der Saison“, die Grabpflege für 25 Jahre, die Gravur der persönlichen Daten, die Reinigung des Grabsteins und die Friedhofsgebühr.

Wer rund 4 500 Euro ausgeben kann oder will, kann auch die „Baumesruh“-Variante wählen, auf der der Platz für seinen Partner auf Wunsch reserviert bleibt. Außerdem wird diese Grabanlage dreimal im Jahr bepflanzt, die Nutzungszeit kann einmalig um weitere 25 Jahre verlängert werden.

Der Vertrag wird mit der Treuhandstelle Dauergrabpflege geschlossen. Vertragspartner vor Ort sind Sandra Meyer (ehemals Gärtnerei Rech), Marlies Clöver und Anja Clöver-Altvater von Blumen Ziegler sowie Grabmale Kohlschmidt.

Wie Volker Brinkmann und Michéle Eickhoff von der städtischen Friedhofsverwaltung berichten, wird mit dem Projekt „Baumesruh“ dem Wunsch Rechnung getragen, halbwegs erschwinglich würdevoll bestattet zu werden, den Angehörigen nicht zur Last zu fallen und ihnen trotzdem einen Ort zu bieten, an dem sie um ihren Verstorbenen trauern können.

„Immer häufiger stellen Trauernde, deren Angehörige auf eigenen Wunsch anonym bestattet wurden, im Nachhinein fest, dass sie gar nicht wissen, wohin mit ihrer Trauer“, so Volker Brinkmann. Die „Baumesruh“ könnte eine gute Alternative sein. eha

Informationen gibt es auch im Internet unter der Adresse www.ruhegemeinschaften.info.

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Erstellt:
13. April 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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