Der mögliche Standort nördlich von Mehringen (rosa Viereck). ARL Lüneburg

Der mögliche Standort nördlich von Mehringen (rosa Viereck). ARL Lüneburg

Grafschaft Hoya 01.09.2017 Von Die Harke

Plötzlich geht es um sieben Standorte

Geplantes Umspannwerk in der Grafschaft Hoya: Magelsen nur noch eine Variante / Bürgerinformation am 12. September in Hoya

Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg hat ein erneutes Beteiligungsverfahren zu möglichen Standorten für ein neues Umspannwerk im Raum der Grafschaft Hoya eingeleitet. In Reaktion auf das Beteiligungsverfahren hat der Konzern [DATENBANK=2174]Tennet[/DATENBANK] drei zusätzliche Suchräume für das geplante Umspannwerk in die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren aufgenommen und am 25. August inLüneburg eingereicht. „Die geänderten Antragsunterlagen machen eine erneute Beteiligung erforderlich. Sie bietet den berührten Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit die Möglichkeit, zu den Standortvorschlägen und zum erweiterten Standortvergleich Stellung zu nehmen“, schreibt das Amt.

Die Antragsunterlagen liegen ab Montag einen Monat lang im [DATENBANK=2279]Rathaus Hoya[/DATENBANK] ausliegen und können dort eingesehen werden. Öffnungszeiten montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 13.30 bis 18 Uhr (sowie nach Vereinbarung).

Das Amt für regionale Landesentwicklung bietet in Zusammenarbeit mit Tennet und dem Landkreis Nienburg zudem eine Bürgersprechstunde an am Dienstag, 12. September, von 15 bis 19 Uhr im Rathaus Hoya an. Dabei haben die Bürger die Möglichkeit, Erläuterungen zu den Antragsunterlagen einzuholen und Nachfragen zum Verfahren zu stellen. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um Anmeldung unter Telefon (0 41 31) 15 13 28 gebeten. Der Besuch der Sprechstunde ist aber auch so möglich.

Im April hatte das Amt für Regionale Landesentwicklung Lüneburg das Raumordnungsverfahren für eine neue 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Dollern und Landesbergen einschließlich eines neuen Umspannwerks im Raum der Grafschaft Hoya eingeleitet. Der Leitungsabschnitt Dollern-Landesbergen ist Teil des Gesamtvorhabens „Höchstspannungsleitung Stade-Sottrum-Wechold-Landesbergen“. In den im April veröffentlichten Raumordnungsunterlagen wurden vier Suchräume als mögliche Standorte für den Bau eines neuen Umspannwerkes identifiziert und vergleichend bewertet. Der Konzern Tennet kam darin zu dem Ergebnis, dass der Standort südlich von Magelsen vorzugswürdig sei.

Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wurden neue Suchräume für ein Umspannwerk in der Grafschaft Hoya vorgeschlagen – nordöstlich von Mehringen und bei Hoyerhagen/Tivoli. Ergänzend hat Tennet zudem einen Standort südwestlich von Mehringen mit in die Prüfung aufgenommen. Auf der Basis des erweiterten Standortvergleichs stuft Tennet die Standortalternative südlich von Magelsen weiterhin als vorzugswürdig ein, bescheinigt dem Standort nordöstlich von Mehringen aber, „ernsthaft als Alternative in Betracht zu kommen“.

Im Beteiligungsverfahren sind neben den Vorschlägen für zusätzliche Umspannwerk-Suchräume auch Hinweise und Vorschläge zum Trassenverlauf der geplanten 380-Kilobvolt-Leitung eingegangen. Sie führen nach Angaben des Lüneburger Amts jedoch nicht zu einer grundsätzlich anderen Bewertung der Variantenvergleiche. Das erneute Beteiligungsverfahren beschränke sich daher auf den erweiterten Standortvergleich für ein neues Umspannwerk im Raum der Grafschaft Hoya. Der Abschluss des Raumordnungsverfahrens wird für Anfang 2018 angestrebt.

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich bis zum 18. Oktober bei der Gemeinde zum Vorhaben äußern. Diese gibt die Stellungnahmen an das Lüneburger Amt als zuständige Raumordnungsbehörde weiter. Zur Vereinfachung des Verfahrens können die Stellungnahmen auch an die E-Mail-Adresse ov-p24@arl-lg.niedersachsen.de geschickt werden. Alle Stellungnehmer erhalten eine Eingangsbestätigung.

Die Antragsunterlagen sind im Internet verfügbar unter www.arl-lg.niedersachsen.de (unter „Strategie und Planung“ und „Raumordnung“)

Der eventuelle Standort südlich von Mehringen. ARL Lüneburg

Der eventuelle Standort südlich von Mehringen. ARL Lüneburg

Der mögliche Standort bei Hoya ARL Lüneburg

Der mögliche Standort bei Hoya ARL Lüneburg

Dieser Standort südlich von Magelsen wird von Tennet weiterhin bevorzugt. ARL Lüneburg

Dieser Standort südlich von Magelsen wird von Tennet weiterhin bevorzugt. ARL Lüneburg

Auch bei Duddenhausen könnte das Umspannwerk entstehen. ARL Lüneburg

Auch bei Duddenhausen könnte das Umspannwerk entstehen. ARL Lüneburg

Der Tivoli ist ebenfalls noch eine Möglichkeit. ARL Lüneburg

Der Tivoli ist ebenfalls noch eine Möglichkeit. ARL Lüneburg

Auch bei Wechold könnte das Umspannwerk gebaut werden. ARL Lüneburg

Auch bei Wechold könnte das Umspannwerk gebaut werden. ARL Lüneburg

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Erstellt:
1. September 2017, 15:33 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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