Wilfried Göllner, Ulrike Gieger-Graßl von der Klimaschutzagentur, die Gewinner der Eisblockwette, Mattias Kortsch, Rabea Meyer und Frank Podehl, Landrat Detlev Kohlmeier sowie Bernt Guder (von links). Klimaschutzagentur

Wilfried Göllner, Ulrike Gieger-Graßl von der Klimaschutzagentur, die Gewinner der Eisblockwette, Mattias Kortsch, Rabea Meyer und Frank Podehl, Landrat Detlev Kohlmeier sowie Bernt Guder (von links). Klimaschutzagentur

Landkreis 01.11.2018 Von Die Harke

Podehls spenden Preis für Sternfahrten

Landrat Detlev Kohlmeier überreicht Gewinne der „Eisblockwette“ der Klimaschutzagentur

Durch moderne Dämmtechnik und fachgerechtes Modernisieren können Kosten, Energieverbrauch und CO2-Emissionen effektiv reduziert werden. Aber wie etwas sichtbar machen, das gar nicht sichtbar ist? Im Landkreis Nienburg geschah das durch ein Eisblock-Experiment: Zwei von außen fast identische Modellhäuser wurden jeweils mit 1000 Litern zu Eis gefrorenem Wasser befüllt, dann verschlossen und an verschiedenen Orten bei Sonne, Wind und Wetter aufgestellt. Nur eines der beiden Häuser war hervorragend gedämmt. „Vom 2. September bis zum 14. Oktober waren beide Häuser dem spätsommerlichen Wetter ausgesetzt. Das Eis im Innern ist nach und nach geschmolzen. Über Wasseruhren wurde die Menge des ablaufenden Schmelzwassers in beiden Häusern gemessen“, schreibt die Klimaschutzagentur Mittelweser in einer Pressemitteilung. Es ergab sich bei der ungedämmten „Villa Bibber“ eine abgelaufene Wassermenge von 975 Litern und bei der „Villa Wohlig“, dem optimal gedämmten Haus, nur eine Ablaufmenge von 489 Litern.

Die Differenz und damit der gesuchte Wert der sogenannten „Eisblockwette“ waren also 486 Liter.

Die Gewinner lagen mit Schätzungen zwischen 483 und 487 Litern sehr dicht am richtigen Ergebnis und freuen sich über über ihre Preise. Diese wurden jetzt von Landrat Kohlmeier verliehen. Frank und Elvira Podehl aus Langendamm lagen am dichtesten am tatsächlichen Ergebnis. Da beide aber privat und durch die Tätigkeit von ihm als Mitglied in Stadtrat und Kreistag schon viel mit Elektromobilität zu tun haben, werden sie ihren Gewinn zugunsten der Sternfahrten des gemeinnützigen Vereins „Ambulance-Service-Nord“ weitergeben.

Die beiden anderen Gewinner, Matthias Kortsch aus Steyerberg und Rabea Meyer aus Husum, haben nicht geschätzt, sondern viel gerechnet und überlegt: „Beide sind Schüler der Fachoberschule Technik der BBS Nienburg, wo das Thema Eisblockwette im Unterricht aufgegriffen wurde. Aber da die Witterungseinflüsse nicht exakt berechenbar sind, gab es auch hier noch den Faktor Glück beim Tippen zum Gewinn des Hauptpreises“, heißt es weiter.

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Erstellt:
1. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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