Gaylord Kurre (Vierter von links), Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft, tauschte sich jetzt mit den Nienburger Ratspolitikern von WG und FDP/ULN aus. Foto: FDP/ULN/WG Nienburg

Gaylord Kurre (Vierter von links), Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft, tauschte sich jetzt mit den Nienburger Ratspolitikern von WG und FDP/ULN aus. Foto: FDP/ULN/WG Nienburg

Nienburg 27.01.2020 Von Die Harke

Politische Lösung für Lochfraß-Problem?

Nienburger Stadtratsmitglieder von FDP/ULN und WG tauschen sich mit Wasserverband aus

Über die Arbeit des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft informierten sich jetzt die Stadtratsmitglieder der Nienburger Wählergemeinschaft (WG) und der Gruppe FDP/ULN. Thema war auch ein Austausch zur Lochkorrosion in Trinkwasserhausinstallationen aus Kupfer im Versorgungsgebiet des Wasserwerkes Drakenburg, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von WG und FDP/ULN.

Der Austausch zum Thema Lochkorrosion zwischen den Ratsmitgliedern und dem Wasserverband ist laut der Pressemitteilung „äußerst konstruktiv“ gewesen: „Betroffene im Versorgungsgebiet, nämlich in den Nienburger Ortsteilen Erichshagen-Wölpe und Holtorf sowie in der Samtgemeinde Heemsen, die sich teilweise in einer Bürgerinitiative organisiert haben, erwarten bis heute tragfähige Lösungen“, machten Heiner Werner (FDP) und Frank Podehl (WG) deutlich. Möglicherweise müsste eine politische Lösung, finanziert von den Gebietskörperschaften, gesucht werden. Weitere Gespräche sollten folgen, waren sich alle Anwesenden einig. Abgewartet werden soll auf jeden Fall die nächste Sitzung des städtischen Bauausschusses.

Der Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft, Gaylord Kurre, stellte den Kommunalpolitikern auch die Arbeit des Verbandes vor. Der Kreisverband ist für seine Mitglieder in der Trinkwasserversorgung, der Abwasserbeseitigung sowie in der Gewässer- und Deichunterhaltung verantwortlich. Er arbeitet ohne Gewinnerzielungsabsicht. Die rund 75 Mitarbeiter betreiben die Anlagen der Kreisverbandsmitglieder.

Diese umfassen in der Trinkwasserversorgung 1.400 Kilometer Trinkwasserleitung, 20.700 Hausanschlüsse, drei Wasserwerke und einen Hochbehälter, in der Abwasserbeseitigung 580 Kilometer Kanalnetz, 16.500 Hausanschlüsse, 820 Pumpwerke und sieben Kläranlagen sowie in der Gewässerunterhaltung 480 Kilometer Gewässer II. Ordnung, 360 km III. Ordnung, 60 km Deiche und vier Schöpfwerke. Zudem ist der Verband verantwortlich für 410 Beregnungsbrunnen und 30 Kilometer Wirtschaftswege.

2018 wurden 4,4 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verkauft. „Das war dem heißen Sommer geschuldet“, sagte Kurre. Herausfordernd seien aktuell die Themen Deichunterhaltung im Zusammenhang mit dem Rodewalder Wolfsrudel, der Artenschutz bei der Gewässerunterhaltung, der Umgang mit erhöhtem Beregnungsaufwand, die Klärschlammentsorgung, die Sanierung beziehungsweise Erneuerung von abgängigen Trink-, Schmutz- und Regenwasserleitungen und -kanälen sowie die Trinkwasserverfügbarkeit im Kontext mit dem Klimawandel unter Zuhilfenahme des Netzes der Harzwasserwerke.

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Erstellt:
27. Januar 2020, 08:05 Uhr
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