Der Verurteilte muss 80 Tagessätze bezahlen. Foto: Aerial Mike/stock.adobe.com

Der Verurteilte muss 80 Tagessätze bezahlen. Foto: Aerial Mike/stock.adobe.com

Nienburg 13.12.2019 Von Andreas Wetzel

Polizisten übel beleidigt: „Ich war betrunken“

31-Jähriger vorm Amtsgericht zu Geldstrafe verurteilt

Ein 31-jähriger Mann aus Nienburg war vor dem Amtsgericht angeklagt, im Frühjahr 2018 mehrere Polizeibeamte beleidigt zu haben. Darüber hinaus wurde ihm vorgeworfen, an zwei Tagen Ende März dieses Jahres mit der Deutschen Bahn gefahren zu sein, ohne den Fahrpreis von jeweils 15,50 Euro bezahlt zu haben. Er wurde zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je zehn Euro verurteilt.

Vor dem Gericht äußerte sich der Angeklagte: „Da war was. So richtig kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Ich war betrunken.“ Auf Nachfrage des Gerichtes sagte er, zu der Zeit in Bremen gewohnt zu haben. Er habe damals eine schlimme Phase durchgemacht, in der er jede Menge harte Drogen und Alkohol konsumiert habe.Es sei dann zu einem Vorfall auf dem Bahnhofsvorplatz gekommen. Dort habe er dann im vollgedröhnten Zustand im Rahmen einer polizeilichen Maßnahme die Polizeibeamten beleidigt.

Ein 25-jähriger Polizeibeamter, der seinerseits in Nienburg Dienst verrichtet hatte und auf der Wache war, bestätigte, dass der Angeklagte auch während der Zeit nach dem Vorfall am Bahnhof in die Gewahrsamszelle gebracht wurde und dort fortwährend die einschreitenden Polizeibeamten mit Beleidigungen überzog.

Zu den Fahrten sagte der Angeklagte, er habe seine Eltern in Nienburg besuchen wollen und kein Geld gehabt, um die Fahrkarte zu bezahlen. Er habe sich zweimal in den Zug von Bremen nach Nienburg und von Nienburg nach Bremen gesetzt, ohne den Fahrpreis zu entrichten.

Die Staatsanwaltschaft beantragte schließlich eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je zehn Euro. Der Angeklagte erklärte sich damit einverstanden, da er keine Freiheitsstrafe bekommen wollte. Das Gericht verurteilte ihn schließlich zu 80 Tagessätzen zu je zehn Euro und gestand ihm Ratenzahlung zu.

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Erstellt:
13. Dezember 2019, 08:16 Uhr
Lesedauer:
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