Der Pop-up-Park dürfte in Nienburg nicht öffnen. Foto: Marvin Fick

Der Pop-up-Park dürfte in Nienburg nicht öffnen. Foto: Marvin Fick

Landkreis 26.09.2020 Von Holger Lachnit

Pop-up-Park als Volksfest-Ersatz

Guten Tag – ein Kommentar

Die Regelungen zur Coronapandemie haben die heimischen Schausteller mit aller Härte getroffen. Frühjahrsmärkte und Schützenfeste – sonst Haupt-Einnahmequellen – mussten ausfallen. Jetzt setzen sie ihre ganze Hoffnung auf die Weihnachtsmärkte.

Um in der Zwischenzeit wenigstens ein Minimum an Einnahmen zu generieren, haben Schausteller vielerorts so genannte Pop-up-Parks aufgebaut. Das sind Jahrmärkte mit speziellem Hygiene- und Abstandskonzept, zu denen nur Besucher zugelassen sind, die ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Auch in Nienburg war ein solcher Park geplant. Doch die Behörden gaben keine Genehmigung. Da war die Gemeinde Bruchhausen-Vilsen im Nachbarkreis Diepholz flexibler: Dort, wo sonst der berühmte Brokser Markt stattfindet, drehen sich noch bis zum 4. Oktober die Karussells und zahlreiche Besucher genießen ein lange vermisstes Freizeitvergnügen. Und die Kreis-Nienburger Schausteller sind mit dabei.

Es ist mitunter schwer zu verstehen, warum eine Veranstaltung im Landkreis Nienburg nicht möglich ist, aber wenige Kilometer hinter der Kreisgrenze doch. Vielleicht hätte ja ein Pop-up-Park auf der Festwiese den abgesagten verkaufsoffenen Sonntag in Nienburg gerettet. Das wäre möglicherweise genau die Großveranstaltung gewesen, die es dem Verwaltungsgericht Hannover erlaubt hätte, die Klage der Gewerkschaft Verdi gegen den „Verkaufsoffenen“ abzuweisen.

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Erstellt:
26. September 2020, 05:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

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