06.10.2013

Praktikanten erkundeten „Wassarium“

Experten: Produktion von Trinkwasser und Lebensmitteln steht nicht im Widerspruch

Drakenburg. Die Produktion von sauberem Trinkwasser und die Produktion von gesunden Nahrungsmitteln muss kein Widerspruch in sich sein – das Wasserwerk Drakenburg kann seine Kunden mit einem 1a-Qualitätswasser versorgen. Dieses erfuhren kürzlich die vier Praktikanten und Praktikantinnen bei einem Besuch des „Wassariums“ in Drakenburg, welches sie unter fachkundiger Leitung von Joachim Oltmann (Kreisverband für Wasserwirtschaft) und Dr. Frank Schmädeke (Landwirtschaftskammer Hannover, Bezirksstelle Nienburg) „erkunden“ durften. Die beiden „Wasser-Experten“ machten den Nachwuchswissenschaftlern deutlich, dass eine nachhaltige und wasserschutzoptimierte Bewirtschaftung des Bodens im Wasserschutzgebiet ein Garant für die Vermeidung unerwünschter Austräge von Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln in das Grundwasser sei. Bei der Bewertung laufender Grundwasserschutzbemühungen sei jedoch zu berücksichtigen, dass Grundwasser „ein sehr langes Gedächtnis“ habe. Positive Effekte gezielter Grundwasserschutzmaßnahmen, wie sie im Wasserschutzgebiet Drakenburg seit 1998 umgesetzt würden, machten sich in Abhängigkeit von der Fließzeit des Grundwassers in vollem Umfang erst nach zehn oder mehr Jahren im Brunnenwasser bemerkbar.

Sowohl bei den laufenden Wasserschutzberatungen als auch bei den praktizierten Grundwasserschutzmaßnahmen durch die im Gebiet wirtschaftenden Landwirte handele es sich um einen Generationsvertrag zum Wohle heutiger als auch künftiger Generationen, so Dr. Schmädeke.

Er freute sich deshalb umso mehr darüber, dem wissenschaftlichen Nachwuchs vor Ort verdeutlichen zu können, dass es auch in Zukunft im Landkreis Nienburg viele interessante Aufgaben gibt, die nach gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften verlangen.

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Erstellt:
6. Oktober 2013, 00:00 Uhr
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