Dank der Spende des NDR konnten Claudia Amend und ihre Mitstreiterinnen Kleidung für den Baby-Koffer einkaufen. Achtermann

Dank der Spende des NDR konnten Claudia Amend und ihre Mitstreiterinnen Kleidung für den Baby-Koffer einkaufen. Achtermann

Hoya 15.12.2018 Von Horst Achtermann

Praktische Hilfe für junge Mütter

Dank NDR-Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“: 5.000 Euro für das Projekt „Baby-Koffer“

„Hand in Hand für Norddeutschland.“ Mit dieser Aktion bittet der NDR vor Weihnachten – auch in diesen Tagen über Hörfunk und Fernsehen – um Spenden für eine Benefizaktion. Im vergangenen Jahr um diese Zeit saß Diplom-Sozialpädagogin Claudia Amend vom Diakonischen Werk Hoya im Kirchenkreis Syke/Hoya am Spendentelefon des NDR im Funkhaus Hannover.

„Knapp zwei Stunden durfte ich Adressen und damit verbundene Spenden annehmen. Ein tolles Erlebnis mit interessanten Gesprächen“, erinnerte sich Claudia Amend am Mittwoch im Gespräch mit der HARKE am Sonntag.

Im Diakonischen Werk in Hoya macht Claudia Amend die Schwangerenberatung. Im vergangenen Jahr war es ihre Idee, sich beim NDR mit dem Projekt „Baby-Koffer“ für die Aktion „Kinder und Familien in Not“ zu bewerben.

Mit einem Einspieler hat sie im Hörfunk zusammen mit Sylvia Oetzel die ehrenamtlich die Aktion begleitet, über ihr Vorhaben erzählt. „Im Juni 2018 kam die Zusage vom NDR über 5 000 Euro, im Oktober konnten wir einkaufen. Sieben Rollkoffer stehen jetzt zur Verfügung. Je zwei in den Farben blau (für Jungs), rosa (Mädchen) und grün (Frühchen) sowie ein neutraler in schwarz, gefüllt mit Babykleidung für Babys im ersten halben Lebensjahr.

Ein Kaufhaus habe alles hervorragend vorbereitet und noch zehn Prozent Rabatt gegeben, so Claudia Abend. „Wir machen keinen Unterschied zwischen bedürftig und nicht bedürftig, ich bin Ansprechpartnerin für jede Frau, die kommt“, unterstreicht die Diplom-Sozialpädagogin. Bereits im Jahr 2005 hatte die Diakonie drei Koffer mit einer Grundausstattung angeschafft, ausgestattet durch die Kinderkleiderbörse.

Ein Baby-Koffer hilft jungen Müttern. „Im Gespräch mit hilfesuchenden jungen Frauen habe ich festgestellt, dass einige mit ihrer Situation überfordert sind“, so Claudia Amend. Dankbar ist die Initiatorin für die ehrenamtliche Mithilfe von Sylvia Oetzel, Britta von See, Kerstin Otto und Andrea Steffen.

Die Frau, die die komplette erste Kollektion für ein Baby benötigt, zahlt eine Kaution in Höhe von 15 Euro, die sie nach einem halben Jahr bei der Rückgabe des Koffers zurück erhält.

Danach beginnt die Arbeit der Ehrenamtlichen. Sie sortieren aus und ergänzen – wenn erforderlich – das Sortiment. Der zurückgegebene und noch gut erhaltene Inhalt wird gewaschen und wieder an eine neue junge Mutter ausgegeben.

Rund 60 Teile sind im Koffer. Vom Strampler über Pullover, Bodies, Windeln, Socken, Strumpfhosen, Mützen und Schlafanzüge und mehr.

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Erstellt:
15. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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