50 Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Mittelweser haben sich zur Versammlung in der interessenforst in Landesbergen getroffen. Forstbetriebsgemeinschaft

50 Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Mittelweser haben sich zur Versammlung in der interessenforst in Landesbergen getroffen. Forstbetriebsgemeinschaft

Landesbergen 18.04.2019 Von Die Harke

Preis für Nadelholz auf Talfahrt

Forstbetriebsgemeinschaft Mittelweser tagte in Landesbergen

Zu ihrer Mitgliederversammlung trafen sich jetzt 50 Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Mittelweser in der Interessentenforst Landesbergen. Dort stellten der örtliche Vorsitzende Günter Damm und der betreuende Revierförster Karl-Heinz Dose von den Niedersächsischen Landesforsten den 100 Hektar großen Waldbesitz vor.

Der Wald besteht zu fast 80 Prozent aus nach dem Kriege wieder aufgeforsteten Kiefernbeständen. Diese könnten jetzt nach und nach geerntet werden, und gleichzeitig werde der Umbau der Kiefernforste zu Mischwald fortgesetzt. „Die Interessentenforst entwickelt sich weg vom reinen Kiefernrevier“, erläuterte Förster Dose. „In den kommenden zehn Jahren werden verstärkt Buchen, Douglasien und Roteichen unter dem aufgelichteten Schirm der Altkiefern gepflanzt.“ Die Kiefer solle aber nicht aus dem Wald verschwinden. Sie sei auf den Sandböden der Interessentenforst im Zeichen des Klimawandels als trockenheitsresistente Mischbaumart weiter gefragt und same sich natürlich aus.

Anschließend fand die Mitgliederversammlung im Brokeloher „Dreschhof“ statt. Nach den Regularien berichtete Henning Schmidtke, Leiter des Forstamtes Nienburg, von einem „gespaltenen Holzmarkt“. Während sich geschlagenes Eichenholz sehr gut und Buchenstämme befriedigend vermarkten ließen, seien die Preise für Nadelholz auf Talfahrt. Nach den Sturm-, Trockenheits- und Käferschäden vor allem bei Fichten, setze sich der Schadholzanfall mit den jüngsten Stürmen „Eberhard“ und „Franz“ über Niedersachsen hinaus fort.

Angesichts der sich im Frühjahr fortsetzenden Borkenkäfer-Kalamität steht für Schmidtke fest: „Die Witterung in diesem Sommer ist entscheidend für das Schicksal der Fichte.“ Dazu wies Marco Becker vom Forstamt auf die Notwendigkeit hin, die Fichten-Borkenkäfer, die ab etwa 17 Grad aus dem Winterquartier ausschwärmen, gleich zu Beginn mit verschiedenen Maßnahmen zu bekämpfen. „Wir hatten noch nie so viele Käfer, die aus der Überwinterung kommen und die die bereits vom Vorjahr geschwächten Fichten befallen werden.“

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Erstellt:
18. April 2019, 11:42 Uhr
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