Preise von Ackerland seit 2010 verdoppelt

Bei den landwirtschaftlichen Flächen im Landkreis Nienburg hat die Trockenheit zur Beruhigung der Preise und Umsätze beigetragen, sagte gestern Gerd Ruzyzka-Schwob, Vorsitzender des Gutachterausschusses, bei der Präsentation der neuen Bodenrichtwerte für den Landkreis Nienburg. In 279 Kaufverträgen wurden Grundstücke im Gesamtwert von rund 16,1 Millionen Euro (Vorjahr 15,7 Millionen) gehandelt. Hierin sind allerdings auch Forstflächen enthalten.

Die Preise von Ackerland haben sich seit 2010 teilweise mehr als verdoppelt. Der mittlere Preis für einen Quadratmeter Ackerland im Landkreis Nienburg betrug 2018 3,23 Euro pro Quadratmeter. Der Quadratmeter Grünland kostete im vergangenen Jahr im Mittel 1,40 Euro pro Quadratmeter.

Der Preisanstieg hat sich aber spürbar beruhigt. Insgesamt liegen die Preise sowohl für Flächen in der Marsch als auch in der Geest auf dem Vorjahresniveau.

Der höchste Bodenrichtwert für Ackerland im Landkreis Nienburg liegt im Bereich von Hoya/Hilgermissen. Der Richtwert beträgt dort 4,70 Euro je Quadratmeter. Im Bereich von Lichtenhorst ist er mit 1,90 Euro je Quadratmeter verhältnismäßig niedrig. Die Bodenrichtwerte für Grünland betragen zwischen einem Euro bis zu 1,80 Euro je Quadratmeter.

Insgesamt zeichnet sich für den Bereich des Gutachterausschusses ein „WestOst-Gefälle“ ab. Liegt der mittlere Preis für Ackerland im Landkreis Diepholz bei rund 4,60 Euro je Quadratmeter, so ist er im Landkreis Heidekreis mit 2,40 Euro je Quadratmeter um mehr als zwei Euro je Quadratmeter niedriger. Das „Epizentrum der Preisexplosion“ liegt nur unweit von Diepholz. In den Nachbarlandkreisen Vechta und Cloppenburg liegt das Bodenwertniveau von Ackerland teilweise über zehn Euro je Quadratmeter. Dieses strahlt auch auf die Nachbarlandkreise aus und beeinflusst auch die Preise im Landkreis Nienburg.

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