Vor dem Rennen war die Stimmung bei René Rast (Mitte) und seinen Teamkollegen Oliver Jarvis (links) und Tristan Nunez noch gut.  Rast

Vor dem Rennen war die Stimmung bei René Rast (Mitte) und seinen Teamkollegen Oliver Jarvis (links) und Tristan Nunez noch gut. Rast

Motorsport 30.01.2018 Von Die Harke

Probleme beim IMSA-Auftakt für René Rast

Motorsport: In Daytona wird sein Mazda aus dem Rennen genommen / „Race of Champions“ steht vor der Tür

Daytona. Für den Steyerberger Motorsportler [DATENBANK=4422]René Rast[/DATENBANK] lief es bis zum Rennstart beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (Florida) perfekt in der amerikanischen IMSA-Serie. Im Mazda-Prototypen vom Team Joest fuhr er im Training beste Rundenzeiten, lag sogar vor dem ehemaligen Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso, doch im Rennen folgte Problem auf Problem. Am Ende wurde das Auto aus Sicherheitsgründen aus dem Rennen genommen. Filipe Albuquerque, Christian Fittipaldi und Joao Barbosa sind seit Sonntag die neuen Rekordhalter bei den 24 Stunden von Daytona. Sie gewannen auf ihrem Cadillac die 56. Ausgabe des US-Klassikers in Florida und legten dabei 808 Runden zurück, was 4629,84 Kilometern entspricht. Damit haben sie den alten Rekord von Rolf Stommelen, John Paul sen. und John Paul jun. aus dem Jahr 1982 geknackt. Die legten damals 4443,334 Kilometer zurück. Die Strecke verfügte zu jenem Zeitpunkt bereits über die Bus-Stopp-Schikane, verfügte aber im Infield über einen leicht abgewandelten Verlauf.

Der Sieg des Action-Express-Cadillacs (Fittipaldi/Albuquerque/Barbosa) war souverän herausgefahren. Der „Caddy“ war das einzige Fahrzeug aus der Prototypen-Kategorie, das das gesamte Rennen über ohne Probleme geblieben ist. Fernando Alonso und seine Teamkollegen Lando Norris und Phil Hanson bissen sich durch und beendeten das Rennen. Allerdings verlor der United-Autosports-Ligier viel Zeit. Zunächst fing sich Hanson einen Reifenschaden ein. Zusätzlich musste der Ligier mehrfach am Bremssystem repariert werden. Erst fünf Minuten vor Schluss ging der Bolide wieder auf die Strecke und fuhr eine Ehrenrunde.

Die beiden verbliebenen Hersteller, Mazda und Nissan, erlebten ein Debakel auf ganzer Linie. Kein Nissan und kein Mazda sahen die Zielflagge. Das Joest-Team erlebte eines der schlimmsten Rennen der Teamgeschichte beim Debüt mit Mazda. Nach unzähligen Problemen, Reifenschäden und Dramen brannte schließlich der Joest-Mazda mit Harry Tincknell, Spencer Pigot und Jonathan Bomarito spektakulär kurz nach Sonnenaufgang ab. Das Schwester-Fahrzeug mit René Rast, Oliver Jarvis und Tristan Nunez wurde aus Sicherheitsgründen kurze Zeit später zurückgezogen.

Für René Rast gibt es trotz des ärgerlichen Jahresstarts Grund zur Freude. Er startet am kommenden Wochenende (2. und 3. Februar) erstmals beim „Race of Champions“ in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Bei dem seit 1988 ausgetragenen Einladungsrennen treten erfolgreiche Motorsportler aus verschiedenen Disziplinen auf einem Stadionkurs am Steuer identischer Rennautos gegeneinander an. „Das ist eine neue Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“, sagt der amtierende DTM-Champion Rast. Neben Rast wird noch ein weiterer DTM-Fahrer beim Race of Champions antreten: Joel Eriksson. Der junge Schwede wurde für die Saison 2018 von BMW verpflichtet und gibt nun ebenfalls sein Debüt beim Show-Event. Rast und Eriksson treten gegen eine illustre Auswahl aus allen möglichen Motorsport-Serien an.

Unter anderem dabei sind die früheren Formel-1-Fahrer Juan-Pablo Montoya und David Coulthard sowie Rallye-Fahrer wie Petter Solberg. Ex-Weltmeister und Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wird aus terminlichen Gründen nicht starten.

Während des Laufs hatte Mazda dann Probleme, das Schwester-Fahrzeug ging sogar in Flammen auf. Rast

Während des Laufs hatte Mazda dann Probleme, das Schwester-Fahrzeug ging sogar in Flammen auf. Rast

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Erstellt:
30. Januar 2018, 21:00 Uhr
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