Probleme benennen und lösen

Probleme benennen und lösen

Die Sprecher des Unternehmerrstammtisches und Wirtschaftsförderer Schmelter (rechts).

Von Horst Achtermann

Hoya. Der Unternehmerstammtisch Grafschaft Hoya ist kein Stammtisch, an dem sich Unternehmer treffen, um Bier und Korn zu trinken, sondern eine Plattform als Netzwerk der Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Wirtschaft, Verwaltung und Politik gründeten 1997 diesen Unternehmerstammtisch. Drei Sprecher verteilen die anstehenden Aufgaben. Gewählt von der Wirtschaft sind das zurzeit Ulrike Eckhardt, Petra Till und Andreas Ruster, organisatorisch unterstützt durch Wirtschaftsförderer York Schmelter. In einem Pressegespräch im Hause Thies + Co mit Geschäftsführer Andreas Ruster, Sprecherin Petra Till und Wirtschaftsförderer York Schmelter wurde über weiterführende Informationen diskutiert.

Die Idee eines regelmäßigen Stammtisches basiert auf dem „Econ-Gutachten“, welches von der Samtgemeinde Grafschaft Hoya in Auftrag gegeben wurde. Es finden fünf Treffen im Jahr – alle zwei Monate und immer am letzten Dienstag und grundsätzlich mit einem Thema – statt. „Eine Austauschplattform von Gewerbe, Industrie und Handwerk“, sagt Petra Till, Inhaberin des Bioladens „Kulinarium“ in Hoya. Und auch das stellen die Sprecher klar heraus: Man will sich auch untereinander vernetzen. „Wer weiß…, wer hat..., alles auf dem kurzen Dienstweg“.

Ziele zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes sind: Gegenseitiges Kennenlernen der lokalen Unternehmerinnen und Unternehmer, den Wirtschaftsstandort stärken und entwickeln, zumindest aber den Bestand sichern, Kooperationen zwischen den lokalen Unternehmen schaffen und Aufzeigen und Lösen von bestehenden Problemen.

Auf Nachfrage der Harke am Sonntag erläutert Wirtschaftsförderer Schmelter einige interessante Zahlen aus dem Wirtschaftsleben der Samtgemeinde Grafschaft Hoya: Am 30. Juni 2014 gab es in der Samtgemeinde 485 Unternehmen mit 5 856 sozialversicherungspflichtige Beschäftigten. Bisher werden 240 Unternehmen zum Stammtisch eingeladen. 70 Prozent kommen aus der ehemaligen Samtgemeinde Grafschaft Hoya und 30 Prozent aus der ehemaligen Samtgemeinde Eystrup.

„Es ist also noch Luft nach oben. Vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Großunternehmen sind uns alle willkommen“, unterstreicht Andreas Ruster. Und York Schmelter ergänzt: „Die Unternehmer zahlen keinen Beitrag, es gibt keine Mitgliedschaft und kein Budget.“

Der Unternehmerstammtisch Grafschaft Hoya sei überregional bekannt, durch Keimzellen neuer Ideen und seinen Diskussionsforen zu aktuellen Themen. So wurde aktuell in diesem Jahr die Integration von Asylbewerbern in die lokalen Unternehmen diskutiert, und immer stellen sich Firmen aktuell vor.

Von den Anfängen mit 20 Unternehmen an den einzelnen Veranstaltungen können bei den regelmäßigen Treffen mittlerweile bis zu 60 Unternehmerinnen und Unternehmer verzeichnet werden.

Informationen unter www.grafschaft-hoya.de/unternehmerstammtisch.