Arne Hildebrandt DH

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Landkreis 03.09.2019 Von Arne Hildebrandt

Projekt ist fragwürdig

Das Geld ist da, jetzt muss die 7,5 Kilometer lange Ortsumgehung von Nienburg gebaut werden: So einfach macht es sich der CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Dr.Frank Schmädeke. Sein Parteikollege, der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann, und er hätten sich schließlich in Berlin vehement für den Bau der Umgehung eingesetzt. Jetzt ist Schmädeke beleidigt, wenn man sein Werk ablehnt, wie es sein grüner Landtagskollege Helge Limburg macht. Hat Schmädeke keine Zweifel angesichts der jüngsten Klimaschutzdebatten? Er muss sich gefallen lassen, dass das Projekt hinterfragt und zu recht kritisiert wird.

Die Umgehung wird die Verdener Landstraße (B 215) und die Celler Straße (B 214) zwar entlasten, aber nur zu 40 Prozent. Es wird auf beiden Straßen auch künftig viel gefahren. Über 10.000 Autos am Tag werden es noch auf der Verdener Landstraße sein, über 7.000 auf der Celler Straße. Auf der anderen Seite aber wird eine neue dreispurige Straße mitten durch die Natur gebaut, auf der 2030 14.000 Fahrzeuge fahren werden, so die Prognose.

Dann gibt es im Stadtnorden drei stark befahrene Straßen. Erichshagener machen sich zurecht Sorgen über Lärm und die Zerschneidung der Landschaft, die der Landwirtschaft und der Naherholung dient. Schmädeke schlägt vor, entlang der Trasse Bäume gegen Lärm zu pflanzen. Und wo bleiben die landwirtschaftlichen Flächen?

Übrigens: Die Umgehung verschlingt samt Ausgleichsflächen mindestens 48 Hektar Fläche. Das entspricht 48 Fußballfeldern.

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Erstellt:
3. September 2019, 23:06 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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