Der Videobeweis im Fußball muss dringend optimiert werden, fordert HARKE-Redakteur Syam Vogt.. Foto: PixelboxStockFootage - stock.adobe.com

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Landkreis 21.03.2021 Von Syam Vogt

Public-Viewing im VAR-Modus

Täglich grüßt das Murmeltier und täglich wird über strittige Entscheidungen der Videoschiedsrichter in der Fußball-Bundesliga diskutiert. Gerade die vergangenen Wochen zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich Aktionen, Fouls oder die schwammige Auslegung der Handspielregel interpretiert werden können. Es bleibt zu hoffen, dass für die kommende Spielzeit eine nachvollziehbare Lösung hinsichtlich dieser Thematik ausgearbeitet wird.

Der VAR (Video-Assistant-Referee) macht den Sport durch kalibrierte Abseites- und Torlinien bei faktischen Entscheidungen deutlich fairer, das Einschreiten bei „klaren“ Fehlentscheidungen bleibt hingegen weiterhin Ermessenssache der jeweiligen Unparteiischen im Kölner Keller.

In Anlehnung an die englische Premier-League würde ich es auch in der Bundesliga begrüßen, wenn der komplette Prozess der eingezeichneten Abseitslinie und des dazugehörigen Lots live am TV-Bildschirm und auf den Leinwänden im Stadion in Echtzeit mitverfolgt werden könnte. Das führt zu mehr Transparenz und auch mehr Verständnis der Zuschauer, Trainer oder Spieler auf dem Feld. Ein VAR-Public-Viewing auf der Stadionleinwand, das über den Torerfolg entscheidet, bringt zusätzliche Spannung. Zudem könnte man sich in Sachen Geschwindigkeit, an den Briten orientieren, die knifflige Entscheidungen deutlich flotter als in der Bundesliga oder Champions-League bewerten.

Heruntergebrochen auf die Spielklassen im Amateurfußball ist dies aus Kostengründen natürlich zunächst nicht realisierbar, jedoch unterscheiden sich ja auch professionelle Tennisturniere mit der Hawk-Eye-Technologie von den Tenniscourts in Haßbergen, Wietzen oder Langendamm. Vielleicht sehen wir in ferner Zukunft ja Schiedsrichtergespanne mit Headset-Funk, vibrierenden Tor-Uhren und Live-Schalte in den Keller des NFV-Heims in Marklohe oder auf den Nienburger Tennisplätzen hallt es fortan in einer Tour: „Challenge.“

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Erstellt:
21. März 2021, 16:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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