Kremlchef Wladimir Putin (r)trifft Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus. Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Kremlchef Wladimir Putin (r)trifft Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus. Foto: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Kiew/Blagoweschtschensk 12.04.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Putin vor Großoffensive in der Ostukraine siegesgewiss

Kurz vor der erwarteten Großoffensive in der Ostukraine hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin siegessicher gezeigt und den Westen mit Vorwürfen überzogen.

Kurz vor der erwarteten Großoffensive in der Ostukraine hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin trotz zahlreicher Rückschläge in dem fast siebenwöchigen Krieg siegesgewiss gezeigt. Die Ziele der „Spezialoperation“ würden erreicht, sagte Putin am Dienstag in der ostrussischen Stadt Blagoweschtschensk. „Daran gibt es keinen Zweifel.“ Der russische Präsident verteidigte zudem erneut seine Entscheidung über den Einmarsch in die Ukraine vor knapp sieben Wochen als alternativlos. Die Operation diene der Gewährleistung der russischen Sicherheit: „Wir hatten keine andere Wahl“, sagte Putin. Der Konflikt mit den „antirussischen Kräften in der Ukraine“ sei nur eine Frage der Zeit gewesen. Der Westen sieht darin nur einen Vorwand für den Angriffskrieg. Putin: Sanktionen können Russland nicht isolierenPutin erklärte einen vermeintlichen westlichen „Wirtschaftskrieg“ gegen sein Land für gescheitert. „Dieser Blitzkrieg, auf den unsere Missgönner gesetzt haben, ist natürlich fehlgeschlagen, das ist offensichtlich“, sagte Putin am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im Osten Russlands. Russlands Wirtschaft und Finanzsystem stünden „fest auf beiden Beinen“. Zugleich räumte der Kremlchef auch Probleme durch die wegen Russlands Krieg in der Ukraine verhängten westlichen Sanktionen ein - etwa in der Logistik und bei Abrechnungen. „Natürlich gibt es Probleme“, sagte Putin. Die Waren, darunter etwa Dünger, würden ihren Weg aber trotzdem zum Kunden finden. „Die Wirtschaft arbeitet ziemlich stabil“, sagte Putin. Russland sei auch auf möglicherweise weiter steigende Risiken gefasst. Die Schwierigkeiten würden aber gemeistert und machten Russland am Ende stärker. „Wir werden weiter jedem beliebigen Versuch entgegentreten, die Entwicklung unserer Länder zu bremsen und künstlich von der Weltwirtschaft zu isolieren.“ Moskau werde sein technisches und technologisches Potenzial - speziell im Weltall - weiter ausbauen, sagte er. Putin ist zusammen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko zur Besichtigung des Weltraumbahnhofs geflogen. Die russische Armee nutzt Belarus als Aufmarschgebiet gegen die Ukraine und startet angeblich auch Luftangriffe von dort.

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Erstellt:
12. April 2022, 17:58 Uhr
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