Mit Schaum wurde die Quaderpresse gelöscht. Foto: Schiebe

Mit Schaum wurde die Quaderpresse gelöscht. Foto: Schiebe

200.000-Euro-Presse ausgebrannt

60 Feuerwehrleute sind Donnerstag bei einem Stoppelfeldbrand in Oyle im Einsatz

Kilometerweit war der schwarze Rauchpilz zu sehen, als am Donnerstagnachmittag gegen 14.20 Uhr die Funkmeldeempfänger und Sirenen ertönten. Die Rettungsleitstelle meldete den Brand eines Stoppelfeldes und einer Presse in der Bornbruchsheide gegenüber vom Modellflugplatz in Oyle.

Ein Lohnunternehmer aus Schwaförden presste mit seiner Quaderpresse Stroh, als er plötzlich Feuer und Rauchentwicklung feststellte. Er setzte sofort einen Notruf ab und konnte noch die Presse abkuppeln. Als die ersten Einsatzkräfte aus Oyle, Binnen, Bühren, Liebenau und Pennigsehl eintrafen, stand die Presse im Vollbrand und das Stoppelfeld brannte in der Größe eines Fußballfeldes. Das Oyler Tanklöschfahrzeug konnte verhindern, dass das Feuer in den angrenzenden Wald lief.

Inzwischen waren mehrere Landwirte mit großen Scheibeneggen und Grubbern angerückt. Auch Wasserfässer der Feuerwehr Liebenau, des Bauhofs Marklohe und von Landwirten sorgten für eine ausreichende Wasserversorgung. Die Ortswehren Liebenau und Pennigsehl löschten unterdessen mit Schaum die brennende Quaderpresse. Das Stroh aus der Presse wurde mit Hacken herausgezogen und abgelöscht. Außerdem mussten mehrere brennende Strohballen auseinandergezogen und abgelöscht werden.

Gegen 16 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Der Lohnunternehmer vermutet Steinschlag als Brandursache. Die ein Jahr alte Presse hat einen Neuwert von 200.000 Euro. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Fast zeitgleich wurde ein weiterer Flächenbrand an der Kreisstraße 34 in Wietzen gemeldet. Auch dort war Stroh gepresst worden. Als die Presse schon lange abgerückt war, brannte plötzlich das Stoppelfeld. Das Feuer konnte schnell von den Ortswehren Wietzen und Marklohe gelöscht werden. Auch dort wurde niemand verletzt.



Die Originalmeldung wurde gegen eine umfangreichere Version mit zusätzlichen Infos der Feuerwerhr ausgetauscht. Zudem wurde ein zusätzliches Bild ergänzt. Die ursprüngliche Meldung lautete:

Jenseits des Oyler Berges ist heute am frühen Nachmittag eine Heuballenquaderpresse aus noch unklarer Ursache in Brand geraten. Das Feuer ist schnell auf den abgeernteten Bereich des Feldes übergesprungen und breitete sich von dort schnell aus. Insgesamt hat eine Fläche in der Größe von rund einem Fußballfeld gebrannt.

Das Umfeld der Quaderpresse wurde mit Schaum belegt. Foto: Schwiersch

Das Umfeld der Quaderpresse wurde mit Schaum belegt. Foto: Schwiersch

Rund 50 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren konnten das Feuer unter Kontrolle bringen und ein weiteres Ausbreiten verhindern. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte dabei von Landwirten, die die schwierige Wasserversorgung mit Wassefässern unterstützten. Zum Sachschaden können noch keine Angaben gemacht werden, die Ballenpresse war etwa ein Jahr alt und hat einen Neuwert von 200.000 Euro.

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Erstellt:
6. August 2020, 15:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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