Noch hat Corona den Amateurfußball im Griff. Doch schon bald könnte wieder Luft im Leder sein. Foto: Keßler

Noch hat Corona den Amateurfußball im Griff. Doch schon bald könnte wieder Luft im Leder sein. Foto: Keßler

Nienburg 08.03.2021 Von Philipp Keßler

Quo vadis, NFV-Nienburg?

134 Tage ist es nun her, dass zuletzt der Ball in der Kreis- oder auch Bezirksliga rollte. Seit rund 19 Wochen ruht der Amateurfußball – und wie es weitergeht, könnte sich am Montagabend entscheiden. In anderen Sportarten wurden die Spielzeiten bereits annulliert, einfach abgebrochen. Ob Tischtennis oder Handball – im kommenden Herbst geht es weiter, als hätte es die Saison 2020/21 nie gegeben. Dem Fußball auf Kreisebene könnte eine solche Zukunft ebenfalls blühen, doch angesichts der Öffnungspläne von Bund und Ländern scheint sie eher unrealistisch.

Schließlich ist noch genug Zeit. Wie Hartmut Siepert, der Vorsitzende des Spielausschusses des NFV-Kreis Nienburg, betonte, gäbe es die Option, die Saison bis zum 18. Juli zu verlängern. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, aber die wollen wir mit den Vereinen besprechen und uns mit ihnen abstimmen. Wir vom Spielausschuss wollen uns nicht einfach über die Köpfe der Klubs hinwegsetzen.“ Um 19 Uhr beginnt am Montagabend die Online-Konferenz des Ausschusses mit den Kreis-Vereinen. Es sollen Optionen für einen Re-Start aufgezeigt und die Ergebnisse der Sitzungen des NFV-Präsidiums sowie des Bezirksausschusses präsentiert werden. Diese tagten am vergangenen Wochenende.

Neun Spieltage wurden beispielsweise in der Kreisliga absolviert – von 30 insgesamt. Einige wenige Teams haben obendrein noch Nachholspiele. „Die gesamte Spielzeit zu Ende zu bringen wäre denkbar, wenn die Vereine sich das wünschen und jede Menge Englische Wochen akzeptieren würden“, kommentiert Siepert. Hier wäre es aber auch zwingend erforderlich, dass die Inzidenzwerte im Kreis dauerhaft unter 50 bleiben – nur ein Corona-Hotspot könnte ausreichen, um den Spielbetrieb erneut für mehrere Wochen zu pausieren und dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung zu verpassen.

Die bessere Lösung sei jedoch, sich lediglich auf die Beendigung der Hinrunde zu beschränken und schließlich als Endresultat zu werten – auch wenn es sportlich definitiv nicht die fairste Lösung ist. Für die restlichen Partien hätte man viel Spielraum und könnte nebenbei die fehlenden Runden des Kreispokals austragen. „Die Tendenz geht zu dieser Variante“, meint auch Siepert. Und: es würde endlich wieder der Ball rollen.

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Erstellt:
8. März 2021, 07:00 Uhr
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