Leese 26.02.2018 Von Die Harke

Radioaktive Abfälle neu verpacken

Leese: Grünen-Abgeordneter Limburg fragt nach

1.484 Fässer mit radioaktiven Abfällen aus dem Zwischenlager Leese sollen nachkonditioniert und neu verpackt werden. Das hat das niedersächsische Umweltministerium jetzt angekündigt.

Der heimische Landtagsabgeordnete [DATENBANK=464]Helge Limburg[/DATENBANK] ([DATENBANK=1497]Grüne[/DATENBANK]) begrüßt nach eigenen Worten diesen Schritt. „Die niedersächsische Atomaufsicht folgt hier der grünen Linie, die Stefan Wenzel als Umweltminister eingeschlagen hat. Die Sicherheitsrisiken am Standort Leese müssen weiter aufgearbeitet werden“, wird Limburg in einer Pressemitteilung zitiert. „Viele Fragen bleiben jedoch unbeantwortet“, kritisiert Limburg dort: „Sollen die umverpackten Abfälle wieder in Leese eingelagert werden? Wie soll die Einlagerungssituation verbessert werden? Was ist mit den weiteren 3.400 Fässern aus der ehemaligen Landessammelstelle, die in Leese lagern?“ Mit einer Landtagsanfrage fordert Limburg dazu Antworten von der Landesregierung.

Der Grünen-Abgeordnete verweist auf die seiner Meinung nach schwierige Situation im Lager Leese. „Niemand weiß genau, was in diesen Fässern eingelagert ist. Nun muss auch aufgeklärt werden, ob hier in der Vergangenheit geschlampt und vertuscht wurde und wer dafür verantwortlich ist.“

Die Öffnung eines auffälligen Fasses hatte laut Pressemitteilung gezeigt, dass Inhalte falsch deklariert waren. „Zudem wurden Rostschäden oder aufgeblähte Deckel festgestellt“, heißt es in Limburgs Mitteilung: „Aufgrund der beengten Lagerverhältnisse sind jedoch viele Fässer nicht zugänglich und für Inspektionen nicht erreichbar.“

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Erstellt:
26. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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