Das Schieben schwerer Pedelecs ist wenig erfreulich, besonders wenn es um eine 1.490 Meter lange Strecke geht. ADFC

Das Schieben schwerer Pedelecs ist wenig erfreulich, besonders wenn es um eine 1.490 Meter lange Strecke geht. ADFC

Steinhuder Meer 23.11.2018 Von Die Harke

Radweg zum Steinhuder Meer gesperrt

ADFC: Besuche aus dem Landkreis Nienburg dadurch beeinträchtigt / Fast 1,5 Kilometer muss das Rad geschoben werden

Seit Anfang November ist die Fahrradverbindung von Rehburg nach Mardorf durch die Meerbruchwiesen für Radfahrer gesperrt. Auf einem Streckenabschnitt von 1,5 Kilometern muss der Radfahrer jetzt absteigen. Als Grund werden starke Absenkungen der Fahrbahn und Längsrisse in der Oberfläche genannt. „Absteigen ist doof“, schreibt dazu Heiner Homfeld in einer Mail an den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Wir können dem nur zustimmen“, so Berthold Vahlsing, Sprecher des Verbandes. Das Schieben über einen dermaßen langen Abschnitt könne Besuchern des Steinhuder Meeres nicht zugemutet werden. „Die Probleme des Weges sind seit Jahren bekannt“, unterstreicht der Verein. Niemandem vor Ort könne das entgangen sein. „Wir haben das Thema immer mal wieder angesprochen“, so Vahlsing. „Anstelle der Sperrung hätten wir uns eine zügige Ertüchtigung gewünscht.“

Der Kiebitzohrdamm, so nennt sich der Weg zwischen Rehburg und dem Rundweg Steinhuder Meer, sei eine der wichtigsten Verbindungsstrecken für Radfahrer aus dem Landkreis Nienburg vom und zum Steinhuder Meer. Eine zweite Zuwegung führt über Winzlar, eine weitere über Bolsehle, Schneeren an den Naherholungssee; beide Strecken sind laut ADFC für viele Radfahrer aus dem Landkreis etwas abgelegener. Ein straßenbegleitender Fahrradweg an der Landesstraße 360 von Rehburg nach Mardorf ist in Planung und vorläufig nicht in Sicht. Der „Kiebitzohrdamm“ sei und bleibe die bedeutsamste Verbindung.

Auf dem Streckenabschnitt liegen mehrere Themenrouten, etwa die frisch überarbeitete Dinotour der Stadt Rehburg-Loccum und die überregionale Große Weserlandroute. Geplant sind auf dieser Strecke zwei der drei touristischen Anbindungsrouten aus dem Landkreis Nienburg, von Stolzenau, Landesbergen und Nienburg kommend. „Die Sperrung unterbricht diese Routen und schneidet letztlich den Landkreis Nienburg vom Naturschutzpark ab“, meint der Verbandssprecher.

Der ADFC hatte Anfang November den Landkreis Nienburg und die Stadt Rehburg-Loccum auf den Sachstand aufmerksam gemacht. Mit der zuständigen Stadt Neustadt habe es seitens der Verwaltung inzwischen Gespräche gegeben, schreibt der Verein, nach Lösungen werde gesucht. Dazu Vahlsing abschießend: „Wir würden uns Abhilfemaßnahmen bis zur neuen Fahrradsaison wünschen.“

Absenkungen und Aufbrüche gefährden den Verkehr. ADFC

Absenkungen und Aufbrüche gefährden den Verkehr. ADFC

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Erstellt:
23. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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